Da ist er ja, der Frühling

Kurt Schwitters (1931)

Veilchen
nennt der Volksmund das, was im Verborgenen blüht und gut duftet. Dieses hier sind Alpenveilchen, weil sie in Zürich in den Alpen eingetopft sind. Aber sonst sind es echt nordische Veilchen, die blauen, die an Hecken und unter Bäumen wachsen, und die im Herbst blühen.

Wir selbst hatten als Kinder solche kleinen Veilchensträucher im Garten und haben oft daran gerochen. Oh, das riecht gut! Und nun habe ich mich als großer Mensch daran gewöhnt, immer und überall die kleinen Veilchen zu suchen und zu finden, Sommer, Winter, Herbst und Frühling.

Traun, begegnen sie uns nicht überall, die kleinen Veilchen? Blicken sie uns nicht so lieb und treu an aus ihren blauen Kinderaugen? Duften sie nicht still für sich hin und führen ihr violettes Leben voll duftender Bescheidenheit in dieser Frühlingswelt, die lieben, herztausigen Veilchen?

Das alles weiß ich sehr gut, und darum habe ich gepflückt und gepflückt. Manche habe ich auch gleich mit der ganzen Wurzel ausgegraben, die wachsen dann weiter.

Im Merz blühen die meisten Veilchen. Im April nennt man sie meistens Anemonen. Im Mai heißen sie Maiglöckchen, im Juni Maikäfer. Im Dezember aber blühen sie an kalten Fensterscheiben und heißen Eisblumen.

Lesen Sie, lieber Herr, Frau, Fräulein, das Unzutreffende bitte durchzustreichen, und schreiben Sie mir voll Vertrauen, welches Veilchen bei Ihnen am besten geduftet hat.

Das würde mir ein Schützenfest sein!

Kurt Schwitters, Hannover, Waldhausenstr. 5.

Glanzvolles Gerümpel: Staatsgeschenke

Jeder kennt das: Man ist eingeladen und möchte den Gastgebern eine Freude machen. Für diese Zwecke hält eine ganze Industrie Mitbringsel bereit — Blumen, edle Tropfen, jahreszeitliche Schnörkel und Stehrumchen allgemeiner Art. Meine persönliche Faustregel lautet: Was sich rückstandslos beseitigen läßt, ist ein gutes Geschenk; deswegen packe ich gern Les-, Eß- oder Trinkbares ein (träume allerdings heimlich davon, der Gastgeberin statt des obligatorischen Blumenstraußes einen schönen Feldstein zu überreichen).

Was aber, wenn der Besuch ein Staatsbesuch ist? Welche Kleinigkeit hat der Minister, die Präsidentin, der Diplomat im Gepäck? Diese Frage wird jetzt in der Gebläsehalle der Völklinger Hütte umfassend beantwortet. Kurz: Eßbar ist es eigentlich nie.

Was bundesrepublikanischen Präsidenten und Kanzlern (sowie ihren Ehepartnern) in 60 Jahren von ausländischen Würdenträgern zugedacht war, das steht, liegt und hängt in den Vitrinen der Ausstellung „Staatsgeschenke“ zwischen den schwarzen Windmaschinen der Völklinger Gebläsehalle.

Ausstellung Völklinger Hütte
Vergoldetes vor Stahl: Staatsgeschenke im Saarland

(Die Exponate darf man nicht fotografieren; stattdessen kann man einen schönen Katalog erwerben.)

So als Staat will man natürlich repräsentieren. Entsprechend häuft sich der Prunk: Frankreich verschenkt Goldschmuck, die Ukraine einen gigantischen silbernen Tafelaufsatz in Form eines Fauns, Jordanien eine Abendmahlsszene, aus Perlmutt zusammengefügt (und das in 60 Jahren gleich zweimal). Die Länder zeigen sich äußerst kunstfertig: vom Baltikum stammen Bernsteinschnitzereien und Filigranarbeiten aus Silber, aus Schwarzafrika Webstoffe, Gefäße und Schmuck aus Gräsern; Design kommt aus Skandinavien, Porzellan aus China.

Andächtig pilgern die Besucher an den Vitrinen vorbei. An den Wänden sind Bilder und Schlagzeilen aus 60 Jahren deutscher Geschichte zu sehen, die die Zeichen guter diplomatischer Beziehungen passend oder kontrastierend einrahmen. Bald steigt die Stimmung. Spätestens beim Anblick der goldenen Statue eines Rennkamels (mitsamt Jockey; Geschenk aus Saudi-Arabien) wird Staunen laut. In seinem maßgeschneiderten Kasten mit vergoldeten Scharnieren ist das Tier im Galopp erstarrt; unter seinen Hufen glänzen Klebstofftropfen. Da hinten, dieser Besteckkasten — das wird wohl bunt bedrucktes Elfenbein sein –? Nein, drunter steht: „Material: Stahl, Kunststoff“. Und was in aller Welt haben sich die Repräsentanten der damaligen Sowjetunion gedacht, als sie diese handgroße Roboterstatue einpackten, zusammengelötet aus Schrauben und Elektronikbauteilen?

Oh, drei ganze Vitrinen voller Elefanten! Das ist die (künstlerisch weniger anspruchsvolle) Sammlung von Exkanzler Kohl, der offenbar ein Faible für die Dickhäuter hatte. Ein paar Schritte weiter ein Geschenk von Ronald Reagan, Präsident der Vereinigten Staaten, aus den 80er Jahren: Ein halbmeterhohes Buch, auf dem Buchdeckel das in Messingblech getriebene Konterfei des Herrn Reagan höchstselbst; Titel: „Ronald Reagan — The President Of Courage“. Lediglich die Nase wirkt etwas abgenutzt.

Wer genug hat von Glanz und Gloria, kann sich irgendwo hinsetzen und den Besuchern lauschen. „Hast du gesehen? In dem CD-Kasten für Herrn Sauer waren alle CDs noch original eingeschweißt!“ — „Schau mal, da klebt ein Barcode …“ — „Die haben bestimmt extra einen Beamten, der sich Geschenke ausdenken muß.“ — Häufig fällt das Wort „eBay“. Und überhaupt: „Wem gehört das ganze Zeug eigentlich?“ — „Na, mir zum Glück nicht!“

—-

Die Völklinger Gebläsehalle ist einer der schönsten Ausstellungsorte im Saarland. Vor den stählernen Sauriern des alten Werkes wird jedes Gold in die richtige Perspektive gerückt — und die Ausstellung „Staatsgeschenke“ ist geeignet, auch den griesgrämigsten Besucher in gute Laune zu versetzen. Für die 12 Euro Eintritt (unermäßigt) kann, nein, sollte man sich auch das alte Stahlwerk noch anschauen; anschließend sind Kaffee und Kuchen im Café Umwalzer fällig, und so kann das ein richtig runder Tag werden — wenn man viel Zeit und gutes Schuhwerk mitbringt. Ich kann es nur empfehlen.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 5. September 2010.

Ein Monument des Abendlandes

roesenhoeser

Da ist mir mal wieder etwas Erfreuliches auf den Schreibtisch geweht worden: Roesenhoeser – ein Monument des Abendlandes, ein schmaler Band aus dem Salzburger Selke-Verlag, erschienen im Jahre 1997. Der Kulturhistoriker Johann Christoph Wæhrmann umreißt in diesem Werk den erstaunlichen Werdegang des Balthasar Uriel Maria Roesenhoeser.

Roesenhoeser, ein Kind des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts und im agrarischen Südmähren geboren, war ein rechter Polymath. Er wandte sich im Laufe seines langen Lebens dem Religiösen wie der Politik, den Künsten, den Wissenschaften, dem Militär und der Unterhaltungsbranche zu. Eine Reihe bemerkenswerter Erfindungen gehen auf diesen Gelehrten zurück, der sich zeit seines Lebens der barocken Sprache eines Grimmelshausen bediente: »Nit all’s, was da als Inhalt klinget, / musz auch ein solcher seyn.«

Den Menschen Roesenhoeser haben wir uns als Ausnahmeerscheinung, und das sicher nicht nur in seiner Zeit, vorzustellen. Er bevorzugte feldtaugliche, sandfarbene Bekleidung und trug stets einen Trichter für Abenteuer und Erkundung bei sich; oft überraschte er seine Mitmenschen durch plötzliche Eingebungen und exzentrische Argumentationsketten. (Unfreundliche Zeitgenossen beschrieben ihn als »unberechenbar« und »dreist«.) Auch sein Humor muss erstaunlich gewesen sein; so erschien er gerade zu ernsten und wichtigen Anlässen »stets mit einem Scherzartikelbeil im Kopf« (REMDA, S. 20).

Wæhrmann stellt in kurzen, teils illustrierten Kapiteln die Aktivitäten und Errungenschaften des großen Mähren dar: Roesenhoeser, der Musikologe. Roesenhoeser, der Aphoristiker. Roesenhoeser, der Seefahrer, der Militärausstatter, der Brandschutzbeauftragte …

Zu seinen Erfindungen zählen unter vielen anderen das »Paralleltandem«, der »hydraulische Hochgeschwindigkeits-Dampflockenwickler« und die »Schweisz- & Feil-Orgel«. Dieses eindrucksvolle Instrument bestand aus lediglich drei bis fünf riesigen Orgelpfeifen, deren Tonhöhe während des Konzerts durch »Abfeilen bzw. Anschweißen von Pfeifenteilen« moduliert wurde. »Diese Technik hat zur Folge, daß die Orgel von einem verhältnismäßig unbegabten Organisten gespielt werden kann, vorausgesetzt, daß er von einem gut eingespielten Ensemble musikalisch hochtalentierter Handwerker unterstützt wird […]. Klangfarbe und -volumen des Instrumentes sind beachtlich […].«

Schweisz- & Feil-Orgel
REMDA, S. 142; Zitat und Abb. mit freundlicher Genehmigung des Autors.

In diesem Jahr nun wird MMag.Dr. J.Ch. Wæhrmann ein weiteres Buch herausbringen: Die Roesenhoeser’schen Jubelschriften – monumentale Gedanken eines erhabenen Geistes. Wæhrmann scheint selbst ein etwas exzentrischer Mensch* zu sein; es lohnt jedoch, seine Bücher anzuschaffen. Sie sind, sorgfältig gesetzt, mit Abbildungen versehen und schön gestaltet, eine Zierde für jedes Bücherregal.

* Die Korrespondenz mit dem Autor wäre ein Kapitel für sich. Einen Internetzugang scheint er nicht zu besitzen. Erst nachdem ich eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hatte, daß ich weder für den »Südmährischen Landwirtsboten« noch für einen gewissen Jonaš P. Rzymkowsky arbeite, schrieb er mich überhaupt mit Namen an. Seitdem bekomme ich von ihm in unregelmäßigen Abständen kommentarlos dicke Umschläge. Diese enthalten nichts als Kopien alter Zeitungsausschnitte, die ich — aus Zeitgründen — ungelesen wegwerfe.

Angekündigte Schweigsamkeit

Es ist Zeit für den Frühjahrsputz, für das Gewöhnen an das täglich längere Licht, für das Ausprobieren neuer Rezepte, neuer Wege und neuer Gedanken. Ich will dem Netz nicht mehr so auf den Leim gehen; also halte ich’s ein Weilchen auf Abstand. Um zu sehen, ob es noch geht, und um wieder mehr Zeit zu haben.

Für sieben Wochen sag ich mir: Eine Stunde am Tag! Und den Rest der Zeit andere schöne Dinge tun!

Habt es gut und bis später.

Postkarte aus dem Winterwald

Ein-, zwei-, dreimal im Jahr muß es sein, dann fetten wir die Wanderschuhe und gehen in den Wald. Mehrere Tage am liebsten. Und so zu Fuß wie nur möglich. Wir nehmen Wege durch viel Landkartengrün und meiden Siedlungen, als gehörten wir dort nicht hin.

Ganz besonders liebe ich die Touren im Winter. Im Schnee der Wege (und abseits davon) zeigt sich, wie viele Beine vor uns hier gelaufen sind, auf Wanderschaft, auf der Suche oder auf der Flucht. Strecken, auf denen man sich in der Sommersonne von einem Schatten zum nächsten drückt, schnurren in der Kälte zusammen; jeder Tritt klingt appetitlich nach Zwieback. Die Bisse des Frühfrosts sind vergessen, sobald sich glitzernde Hügel vor uns ausbreiten oder doch wenigstens alle Bäume Eisnadeln tragen vom Nebel. Schlechtes Wetter haben wir nie; höchstens mal die Handschuhe vergessen.

Winterweg

Mehr lesen …

Orchester im Gehäus‘

Herrreinspaziert, hereinspaziert! Kommen Sie, sehen Sie, staunen Sie: den tollkühnen Schwertschlucker! die Dame ohne Unterleib! den Wassermann, halb Mensch, halb Fisch! Karussell für die Kleinen, für die Großen Tanz! — Immer dabei: die Kirmesorgel mit den neuesten Gassenhauern, und die Kinder wollen alle gern die niedlichen Puppen mit ihren Trommeln und Glöckchen anschauen, anfassen, mit nach Hause nehmen …

So kam die Musik zu den Leuten, von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg. Mit dem Rundfunk und der Verbreitung von Plattenspielgeräten wurde es einfacher, Musik ganz nach Geschmack individuell zusammenzustellen; bald galten die schrankwandgroßen, nur gerade noch mobilen Apparate als überholt. Man tauschte sie aus gegen handlichere und vielseitigere moderne Musikanlagen. Pfeifen und Flöten, Schellen und Trommeln, ganze Orchester verstaubten, oder sie wärmten ein paar Tage lang die Stube.

In den letzten Jahrzehnten hat man wieder hervorgeholt, was hervorzuholen war, restauriert (eine fast vergessene Kunst) und gesammelt. Es gibt in Deutschland inzwischen einige Gesellschaften für mechanische Musik, zum Beispiel die Gesellschaft für Selbstspielende Musikinstrumente oder die Drehorgelfreunde in Berlin (Homepage mit hinreißenden Tips zur Pflege und Lagerung der Instrumente); und hin und wieder sieht man die altehrwürdigen Maschinen heute auch außerhalb von Museen, wenn sie auf nostalgischen Jahrmärkten ihren Dienst verrichten.

Die ersten Musikautomaten stammen aus Frankreich, aus Deutschland und später aus den Niederlanden; die Namen der Hersteller stehen meist gut sichtbar auf der Fassade: Gavioli, Limonaire, Ruth, Bruder, Perlee, van der Wouden. Die niederländischen Jahrmarktsorgeln — die Draaiorgels — haben aber auch jede noch einen eigenen Namen: de Hartenvrouw, de Arabier, de Angelina, het Blauwtje, de Rosalinda. Sie waren so beliebt, daß von vielen von ihnen sogar Schallplattenaufnahmen kursierten; dank YouTube kommen sie auch heute wieder jede für sich zu Ehren.

Heute spielen sie nicht nur alte Musik, sondern auch neue Lieder. Notenmaterial gibt es meterweise: in einem aufwendigen Verfahren werden die einzelnen Stimmen in Kartonbänder gestanzt und steuern über bewegliche Zapfen den Luftfluß in die einzelnen Pfeifen des Instruments. Wenn das (inzwischen meist motorisierte) Drehrad in Schwung gebracht wird und Luft aus den Blasebälgen durch das kunstvolle System von Pfeifen und Perkussionsinstrumenten strömt, dann tönt aus dem gigantischen, bunt verzierten Kasten unzweifelhaft Musik, die in Beine zu gehen und Herzen zu rühren vermag.

Der folgende Film aus dem Jahr 1971 (niederländisch ohne Untertitel) zeigt die letzten Amsterdamer Draaiorgel-Spieler. Sie protestieren gegen die moderne Verkehrsordnung der Stadt.

Inzwischen scheint es den verbliebenen niederländischen Draaiorgel-Spielern wieder verhältnismäßig gut zu gehen — in der Ecke für Folklore, Nostalgie und Kurioses.

Erste Liebe

Es begann hoch oben, auf einer Fensterbank im zweiten Stock. Ich ließ die Beine baumeln und verschaffte mir Überblick; zwei Wochen Sommerseminar lagen vor mir. Unten auf dem Hof die Schöpfe der anderen und sein Nacken: er mußte sich zu Gesprächen bücken. Als er gegen alle Wahrscheinlichkeit aufblickte, strahlte er mich an: »Schöne Frau am Fenster, komm doch!« Und ich ging hin, entgegen allem, was ich sonst vertrat. — Später merkte ich, er hatte Höhenangst. Auch für mich.

Er war ein Prinz. Spöttische Augen und gewinnendes Lächeln; ein schöner Riese mit Vorliebe für geblümte Herrenhemden. Ideen flogen ihm in dichten Schwärmen zu. Er riß die anderen mit und dachte doch immer, für sie sei es müheloser als für ihn. Das Lampenfieber ließ ihn selbst auf der Bühne nicht los.

Bei der ersten Zimmerparty flüsterte ich ihm ins Ohr, ich hätte keinen Bauchnabel. Einen Augenblick lang glaubte er mir. Morgens fand ich ein Blatt Papier an meiner Tür; seine Botschaft führte mich Buchstabe für Buchstabe über das ganze Gelände. Spätabends nahm ich ihn mit auf ein Baugerüst. Darüber, daß ihm die Dunkelheit unheimlich war, lachten wir in dieser Nacht.

Jeden Tag erfanden wir uns neue Symbole. Am Bahnhof überreichte ich ihm zum Abschied die Schere, mit der ich das Schneiden gelernt hatte. Damit er sein Herz wieder losmachen könnte. Aber dann stiegen wir in denselben Zug, und wir fuhren beinahe gleich weit.

Beim letzten Umsteigen hielten wir einander so fest wir nur konnten. Ein alter Mann am Bahnsteig rief: »Na, na, na. In fünfzig Jahren ist alles vorbei!« Da mußten wir doch weinen.

Wir waren siebzehn Jahre alt. Wir konnten noch nicht unterscheiden, ob das ein Ende war oder ein Anfang.

Mit der Wurst nach dem Schinken

Marmelade

Im April dieses Jahres hatte ich einer Laune nachgegeben und Leuten, die welche wollten, Post geschickt — Postkarten, kleine Sachen, vielleicht Nützliches, blanken Unsinn. Für mich eine Übung in Entscheidungsfreude und der Spaß, Dinge zu verpacken, zu beschriften und mir die Gesichter der Empfänger vorzustellen. (Unbekannterweise zumeist.) Diese Aktion hat mich durchs Jahr begleitet; jetzt bin ich endlich fertig damit.

Da ich üblicherweise keinen Absender draufgeschrieben habe, habe ich bei einigen nie herausgefunden, ob meine Sendung angekommen ist. Von anderen weiß ich es sicher, aus ihren Blogs, aus Kommentaren oder netten Mails. Ich war entzückt.

Und dann landeten da noch ein paar Sendungen in meinem Briefkasten. Allerlei Köstlichkeiten, eine Ersatztasse, knackige Postkarten, Lesestoff aller Art sowie ein Büchlein ohne was drin — das war klasse. Danke! Ganz zu schweigen von den Spätfolgen: Ein entspanntes Essen in der gemütlichsten Kneipe, die ich in Berlin kennengelernt habe; Kochrezepte, Lese- und Reiseideen; Hin und Her von Briefen; ein Auge (blau) mit Aufschlag …

Das zu meiner Aktion. Eine liebe Freundin nennt so etwas: »Mit der Wurst nach dem Schinken werfen«.