
Warum sie gewollt war, weiß ich nicht; jetzt haben wir sie: die harte Uferkante. Die alte Schmuddelecke unter der Berliner Promenade sollte ersetzt werden durch etwas Glattes, Großstädtisches.
Lang hat es gedauert. Und glatt ist es geworden; zumindest wächst hier kein Halm mehr.
Hochsommer
Age of Aquarius (Dawning of)
Es war der Sommer, bevor wir volljährig wurden. Diese Ferien, beschlossen wir, gönnen wir uns, als ob’s kein Morgen gäbe, und ich begann, Kaffee zu trinken, weil ich keine Nacht genügend schlief. Als dann Hellmis Eltern verreisten (das erste Mal ohne »die Kinder«), mußte etwas geschehen. Ein Einfamilienhaus in ruhiger Lage am Dorfrand, mit Partykeller, Gartengrundstück und Teich, sturmfrei – da wären wir doch blöd, wenn nicht …
Wieder: Wilder Wein

Der Wein, mein ständiger Begleiter auf der Promenade, ist von Staub und Käferbeinen ein wenig stumpf geworden. Noch hält er die Hände offen, die der Sommer Tag für Tag mit Hitze füllt, doch läßt der Griff allmählich nach; sacht krümmen sich die Fingerspitzen in der Ahnung frostigerer Nächte.
(Keine Sorge. Der nächste Frühling kommt bestimmt.)
Augenweide
Schöne Sachen XXV
Vogelbad
Ein Augusttag in herrlichstem Hochsommerblau – ich gebe zu, alles stehen- und liegenlassen und raus, das war mein Vorschlag. Die Idee hatte aber Frau Amsel, nebenberuflich Fachfrau für Ausbüxen und wunderbaren Unfug: Baden gehen! Und zwar im Fluß!
Als ich klein war, durfte ich nicht in den Fluß (und nicht in seine zufließenden Gewässer). Giftig sei er; und er roch auch so. Zwischen den Steinen am Ufer glänzte es von toten Fischen. Später dann: Weidenschatten – ja, Wasserkontakt – nein; höchstens habe ich mal eine Flasche in der Strömung gekühlt.
Jetzt also: Abenteuer!
Die Wette
Die Konferenz in London sei ihre erste größere gewesen, mit Flug, vom Institut bezahlt. Nach einem ausgefüllten Tag seien sie und der Arbeitsgruppenkollege noch ins Pub gegangen; ungewohnt dünnes Bier bis zur Sperrstunde, die unerwartet plötzlich kam, und danach weiter in einige Bars. Am Ende des Abends hätten sie, beide immer noch konferenzschick, in der Circle Line darum gewettet, wer freihändig über mehr nutzloses Wissen verfüge.
Die erste Runde habe sie mit dem Schwimmtempo des Grönland- oder Eishais eröffnet; der Kollege habe mühelos dagegengehalten und die olympische Muse der epischen Dichtung mit Namen genannt. Daraufhin …
Nebenschauplatz
Textiles lagere ich künftig aus, und zwar auf mein Stopfblog. Ein bißchen klemmt’s und ruckelt’s noch, aber das wird schon. Und wohin das führt, wird sich weisen.
Es geht um Nadel & Faden im Hausgebrauch, Stoffe und Tuche und allerlei, was damit zusammenhängt.
Also, bittschön, hier entlang:
Danke für Besuch!




