Freitagstexter. Wie neu.

Es kann nicht keinen geben – hier also ist er wieder, Urgestein des Internets, der Freitagstexter!

—> gäääähnende Leere (noch!)<—

So geht es: Bild betrachten, das erste, was in den Kopf pardauzt/ein ausgefeiltes Sprachspiel/eine zeitgeistig motivierte Spitze/das fernliegende Ende einer wüsten Assoziationskette unten in die Kommentare schreiben, am Mittwoch dem Sieger applaudieren oder den Pokal entgegennehmen und am Freitag den nächsten Freitagstexter ausrichten. Ganz einfach also! (Wer nicht riskieren will, den Freitagstexter selbst ausrichten zu müssen, möge "außer Konkurrenz" dazu vermerken. Es ließe sich aber auch ein Gastbeitrag hier bei mir arrangieren, dann braucht man nur ein Bild zum Ausrichten und kein eigenes Blog.)

Auch das wie immer: Regeln beim Herrn Wortmischer. Infos auf Twitter. Erstkommentare schalte ich frei, sowie ich sie finde.

Also ran an die Tastaturen – und viel Vergnügen!
 

 
 

Der Freitagstexter darf nicht sterben!

Wie schon der Herr Boomerang sagt: … denn weitergehen muß es!

Der Freitagstexter ist eine Institution, so alt wie das bewohnte Netz. Damals, vor unfaßbar vielen Jahren,* als noch alle Blogs hatten und die künftigen Eltern des Facebook-Gründers gerade mal anfingen, sich ganz offline zu liken, damals war er schon alt und erhellte einmal die Woche mit dem goldenen Glanz des digitalen Pokals für die subjektiv schönste Betextung eines objektiv schönen Bildes die dämmrigen Weiten des Virtuellen.

Der Freitagstexter darf nicht enden, denn das wäre das Ende. Bauwerke werden abgerissen, Festivals eingestellt, Schulen geschlossen, Ikonen gestürzt, Kulturtechniken vergessen, aber doch nicht der Freitagstexter! Ganz sicher bin ich da nicht, aber womöglich hört, wenn es den Freitagstexter nicht mehr gibt, das Internet auf zu existieren. Deshalb nehme ich mir den Pokal einfach so, ohne preiswürdige Betextung (und sag jetzt keiner was von den dicksten Kartoffeln oder dem Schlaf, in dem’s der Herr den Seinen –), poliere ihn gründlich, und am kommenden Freitag gibt es, wie an jedem Freitag seit Äonen, ein Bild ohne Unter- oder Überschrift. Hier.

Geneigtes Publikum: kommen Sie, texten Sie!

Es wird weitergehen.

 

* Nicht daß ich da schon dabei gewesen wäre; wenn es also jemand besser oder genauer weiß, bitte ich um fundierte, wenigstens aber unterhaltsame Gegendarstellung.

Und weiter geht’s: Freitagstexterpokalverleihung

Aller guten Dinge sind drei. Drei Unterschriften gab’s zu meinem Tonfigürchenfoto, und ich mochte sie alle. Aber der Modetrend, den Roswitha hier ausgemacht hat, hat mir doch ganz besonders gefallen. So was wie antike Jogginganzüge. Allein die Vorstellung, wie die Laufstege so aussehen …

Zugegeben, diese Unisex- Lendenschurze sind nicht Haute Couture. Aber sie sind einfach und praktisch, benötigen wenig Arbeit bei der Wäschepflege und können individuell angepasst werden. Interessant ist vielleicht, dass sich der einheitliche Gesichtsausdruck beim längeren Tragen des Schurzes von selbst ergibt. [Roswitha/quercus]

Damit geht der Pokal, mit frischem Leinen gewienert, in den warmen Süden des Landes. Möge er keine Ruhe finden!

Vielen Dank fürs Mitmachen, ob mit oder ohne „Webloch“ (sagt p.m.)! Der nächsten Freitagstexter findet dann bei quercus auf Blogspot statt. (Vermutlich wieder ohne mich; ich kann da selten bis gar nicht kommentieren …)

Jetzt samstags: Freitagstexter!

Natürlich nicht, also, nicht immer. Diesmal ließ sich’s halt nicht anders machen, nachdem die vergangene Partie beim Herrn boomerang an mich ging (herzlichen Dank!). Gut Ding will Weile haben; nun endlich schicke ich meine Mannschaft ins Rennen:

Na? _________________________________________________

Bitte um gründliche Betrachtung, Betextung und Vergnügung!

Bildunterschrift in den Kommentaren hinterlassen, am Mittwoch wird der Siegerbeitrag bekannt- und der zugehörige hübsche Digitalpokal weitergegeben. (Wer nicht riskieren will, den Freitagstexter selbst ausrichten zu müssen, möge „außer Konkurrenz“ dazu vermerken. Es ließe sich aber auch ein Gastbeitrag hier bei mir arrangieren, dann braucht man nur ein Bild zum Ausrichten und kein eigenes Blog.)

Wie üblich: Regeln beim Herrn Wortmischer. Infos auf Twitter. Erstkommentare schalte ich frei, sowie ich sie finde.

Nun denn: Ring frei!

 

 
 

Gradfrühling

Ganz neue Jahreszeit.

Wir gehen zu zweit – die Mitwanderin hat Schlimmeres zu tun – durch eine winterkahle Eifel ohne Schneedecke; im warmen Licht liegt das Land seltsam nackt. Selbst die Vögel singen verhalten, als trauten sie dem Braten nicht. Es fehlt, denke ich, an Verheißung. Kein Wunsch und kein Warten. Ohne Winter ist der Frühling nur die halbe Freude.

Später hinterlassen Herr G. und ich, wo wir gehen, Spuren. Der Weg hat sich als Schlamm in die Schuhe getreten; nun tragen wir ihn, Erdbrösel für Erdbrösel, in andere Gegenden und andere Zusammenhänge.

Kleine Schönheit

herbstblatt
Herbst, Winter, Frühling.

Der Wandertag endete am Bahnhof, noch etwas Zeit bis zum nächsten Zug; der Himmel war schon schwarz, der Schein der Natriumdampflampen überzog die ganze Anlage gelb und golden, und als ich ging, das Ding zu fotografieren, das am Bahnsteigende auf dem rissigen Asphalt glitzerte, da hörte ich vom nahen Fluß herauf zwei Nachtigallen im Wettstreit singen. Das war mitten im Januar.

[Mit einem Gruß an Karu.]