Gradfrühling

Ganz neue Jahreszeit.

Wir gehen zu zweit – die Mitwanderin hat Schlimmeres zu tun – durch eine winterkahle Eifel ohne Schneedecke; im warmen Licht liegt das Land seltsam nackt. Selbst die Vögel singen verhalten, als trauten sie dem Braten nicht. Es fehlt, denke ich, an Verheißung. Kein Wunsch und kein Warten. Ohne Winter ist der Frühling nur die halbe Freude.

Später hinterlassen Herr G. und ich, wo wir gehen, Spuren. Der Weg hat sich als Schlamm in die Schuhe getreten; nun tragen wir ihn, Erdbrösel für Erdbrösel, in andere Gegenden und andere Zusammenhänge.