Von Kobern-Gondorf nach Löf veranschlagt der Moselsteig 14 Kilometer. Klacks, sind Herr G. und ich uns einig, da kennen wir anderes, und stiefeln im Frühtau los. Auf dem ersten Anstieg am bewaldeten Hang knistert das Laub gefroren. Steil, jaja, aber oha, die Aussicht!

Die Mosel ist schmaler als der Rhein und nicht so befahren — eine Bahnlinie nur, viel weniger Schiffe –, und so verschwindet sie zeitweise fast lautlos zwischen den Kulissen der Hügel. Hier scheint der Weinbau noch dominanter als am großen Fluß. Jetzt, im Winter …
Kategorie: Erfreuliches
Und Schnee
Jedes Jahr der erste des Lebens.
Nicht Niederschlag, sondern Segen. Alle Augen strahlen, in den Schultern kribbeln schon Ballschlachtpläne, und auf Wangen und Lippen: lauter leichte, nadelspitze Küsse.
Ist es nicht stiller geworden? Da haben wir Besuch aus dem Himmel. Schaut, wie es glitzert, der weiche Teppich auf dem Asphalt, und alle Autodächer sind schön.
Morgen dann die Tritte der Tauben auf dem Bürgersteig, bis das Streusalz sie unleserlich macht. Übermorgen haben wir uns gewöhnt und ziehen gegen die Kälte die Schultern hoch. Und noch später: alles Matsch.
Doch heute herrscht Zauber. Der letzte ganz echte im Jahr.
Schöne Sachen XXXII
Der Badeanzug: so sieht's aus
Das Projekt passender Badeanzug neigt sich dem Ende zu. Bilder …
Schwarzer Schaum
Über Seife hatte ich mir bislang nie Gedanken gemacht. Ich hatte die Strukturformel in Chemie gelernt (bei einer Referendarin, die in der Lehrprobe in Tränen ausbrach, weil jemand die Tafel mit Wachs eingerieben hatte; aber so etwas hätten wir nie gemacht), hatte ansonsten seit Jahr und Tag immer das gleiche Stück am Waschbeckenrand liegen, und das war’s.
Dank Siedendbunt hat sich das geändert …
Der Badeanzug geht weiter.
Inzwischen sind wir bei der ersten Anprobe …
517,4 m ü. NN

… Pokus …
Schaf zum Tage
Das richtige Wetter
Im Sommer wandern ist so eine Sache. Bei der Hitze? Ständig in der Sonne? Und dann der Wasserhaushalt. Wasser gibt’s ja immer an der falschen Stelle: als Gewicht im Rucksack, als Schweißfilm unter der Kleidung oder, werweiß, gar als Gewitterguß von oben.

Dennoch ist der Himmel nie so dramatisch, wie wenn …
Vermessen
Auweia: Ich hatte noch nie einen passenden Badeanzug. Einen, der nirgends geschlabbert oder gekniffen, der sich nicht an den falschen Stellen gerafft oder gebeult hätte. Noch niemals in meinem Leben.
Und dann lernte ich eine Schneiderin und Designerin kennen, die tatsächlich und ausgerechnet Badeanzüge macht. Vor allem Unterwäsche, und Kleider, ja, aber … Badeanzüge! Wink des Schicksals. Und Gelegenheit beim Schopfe: jetzt, endlich, nach so vielen Jahren –!
Erster Schritt: Maßnehmen …

