Das richtige Wetter

Im Sommer wandern ist so eine Sache. Bei der Hitze? Ständig in der Sonne? Und dann der Wasserhaushalt. Wasser gibt’s ja immer an der falschen Stelle: als Gewicht im Rucksack, als Schweißfilm unter der Kleidung oder, werweiß, gar als Gewitterguß von oben.

Besser in die andere Richtung ...
Besser in die andere Richtung …

Dennoch ist der Himmel nie so dramatisch, wie wenn sich die Kumuluswolken türmen. Spannend, ob man’s noch vor dem Wolkenbruch zur Hütte da hinten schafft. Und dieses Knistern der Luft, wenn alles den Atem anhält vor dem ersten Blitz …
(Die richtige Kleidung für Gewitter wäre ein Dach überm Kopf. Ist das nicht beizuschaffen, müssen ein Regencape, ein nicht zu exponierter Platz und zusammengebissene Zähne reichen. Und viel Glück. Männer werden viermal so oft getroffen wie Frauen, statistisch gesehen.)
sw-erde sw-waldrand sw-moos sw-gewitterwand sw-pause
Mit dem Regen ist es so wie mit dem Schmerz: schön, wenn er nachläßt. Hat es sich nämlich ausgeregnet, ist der Himmel blitzeblank. Alles glänzt wie frisch lackiert; jeder Zweig, jeder Halm trägt Wasserperlenschmuck. Was geduckt gewartet hat unterm Guß, richtet sich langsam auf; die Vögel gehen wieder ihren Geschäften nach, feuchte Tiere nutzen die Gunst der Stunde für ihre Wanderschaften.
Und dann, dann ist es herrlich. Dunst steigt von der Erde. Alles atmet, alles tropft, alles blinzelt ins Licht. Und wie man mit der Landschaft um die Wette trocknet. Kalt ist es ja nicht lange an so einem Sommertag.
 
PS: Noch etwas Erbauliches zum Thema Blitzschlag.

0 Kommentare zu „Das richtige Wetter

  1. Das richtige Wetter gibt es ja bekanntlich nie, irgend jemand hat immer etwas auszusetzen. Auch wenn ich die Nase voll habe vom derzeitigen nassen Grauingrau, haben mir deine Gedanken-Bilder rund um den Gewitterregen doch sehr gut gefallen – ich werde ja nicht nass beim Betrachten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert