
Kategorie: Erfreuliches
… und Nordpost zum dritten!

Auf der schwed’schen Eisenbahne …
Ich freue mich, mit iDogma-Karte Nummer 086 ein weiteres Kunst-Stück von Irgendlinks Radweg hier zu haben. Und der ist keine siebenhundert Kilometer mehr weit. Glück zu!
Postkarten aus dem Norden!

Ist das schön: bunte Post, ein Mosaik aus Bildern zum Schauen und Rätseln: violette Blüten, Hühnerüberwege, immer wieder M, Wegweiser für Trennungen, Willkommen (je nach Stimmung: im Nirgendwo/überall), Eisbär in Dosen, die Schöneit rostiger Bindungen …
Irgendlink und SoSo haben geschrieben. Reisekünstler Irgendlink ist dem Nordkap (Blogleser erinnern sich: mit dem Fahrrad …) ein gutes Stück näher gekommen.
Danke! Postwendend zurück: meine besten Wünsche, gewaschen, gekämmt und mit einem Lied auf den Lippen, und in den Norden natürlich: ordentlich Rückenwind, zeltgroße Rasenflächen und immer einen offenen Kühlschrank!
Schöne Sachen XXXVI
Reisen. Und reisen lassen
Ich lebe gern in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Es gibt Dinge, die besser funktionieren, wenn ich sie nicht machen muß — Politik, zum Beispiel, Gärtnern oder Reisen.
Ich verbinde „reisen“ mit „müssen“ und freue mich, wenn ich in meiner freien Zeit daheim bleiben darf. Trotzdem bin ich ein neugieriger Mensch. Wie gut, wenn das Reisen andere Menschen übernehmen und mich virtuell teilhaben lassen, wie der Herr Seume, der Herr Mühlenweg oder Irgendlink, der Pfälzer Künstler.
Zum Nordkap wird er wieder fahren, mit dem Fahrrad (würde ich nie machen!), und ich freue mich auf seine Texte und Bilder. Kostet auch gar nicht viel, wenn man als einer von vielen Lesern dabei sein möchte. (Nein, man muß nicht spenden. Ich habe es aber gemacht, weil ich will, daß solche Projekte möglich sind auch ohne Großsponsoren. Und weil es mir wichtig ist, etwas zurückzugeben für Dinge, die mein Leben bereichern.)
Ich hoffe, es wird eine Übung im Wahrnehmen, eine Lektion über Distanz und über Zeit und Ausdruck eines Kunstbegriffs, wie er mir in seiner Sperrigkeit sehr zusagt. Das für mich. Und für den Künstler: alles, was für eine gute Reise zu gebrauchen ist!
Schöne Sachen XXXV
Maiwanderweg

Man muß ja schauen, daß man weiterkommt. Und dann die Jahreszeit, da steigt man die steilen Hänge hoch wie durch Dürers Rasenstück, lauter kleine Stilleben als Inseln auf dem feuchten Schiefer. Und die Vogelmänner, natürlich; die liegen im Sängerkrieg um die besten Nistplätze und die willigsten Weibchen, und man denkt sich: hach. Wie schön.
Also wieder auf den Moselsteig. Man kennt sich bereits und nimmt sich nicht allzu viel vor, rechnet nicht allzu fest mit Kaffee, dafür mit Schweiß und Knien und Aussicht, dann geht das alles bestens von Karden über Pommern und Kail nach Klotten, und auch am Ende sind die Namen noch amüsant.

Fürs Protokoll: die Schwalben sind zurück. In Klotten gibt es Kuchen. Wir haben unsere Portion Frühling genossen. Und die Knie … Achja. Achje. Man wird nicht jünger.
In Gärten


und unten …
Kleine Ode an die kleinen Städte
Hübsch hier! Diese schiefergedeckten Häuschen, ganz entzückend. Ja, so eng hat man früher gewohnt. Da, der Laden, so eine Dekoration hab ich als Kind so schön gefunden … und, oh, eine richtige echte Bäckerei!

In der kleinen Stadt stehen am Marktplatz Kirche und Stadtparkasse, Brunnen mit moderner Bronze samt Stifterplakette; an sechs von sieben Tagen wird hier geparkt. Auf der Straße grüßt man sich, und weil jeder jeden kennt, fällt der Fremdling auf. Familiengeschichten erzählt man sich bis ins vierte Glied. Mißgunst wohnt Tür an Tür mit Freundlichkeit. Hier lebt man …


