
Man muß ja schauen, daß man weiterkommt. Und dann die Jahreszeit, da steigt man die steilen Hänge hoch wie durch Dürers Rasenstück, lauter kleine Stilleben als Inseln auf dem feuchten Schiefer. Und die Vogelmänner, natürlich; die liegen im Sängerkrieg um die besten Nistplätze und die willigsten Weibchen, und man denkt sich: hach. Wie schön.
Also wieder auf den Moselsteig. Man kennt sich bereits und nimmt sich nicht allzu viel vor, rechnet nicht allzu fest mit Kaffee, dafür mit Schweiß und Knien und Aussicht, dann geht das alles bestens von Karden über Pommern und Kail nach Klotten, und auch am Ende sind die Namen noch amüsant.

Fürs Protokoll: die Schwalben sind zurück. In Klotten gibt es Kuchen. Wir haben unsere Portion Frühling genossen. Und die Knie … Achja. Achje. Man wird nicht jünger.
aber das gefühl nach so einer wanderung, lässt einen doch die knie ertragen?! 🙂
was hat denn der baum da gefressen?
tolle fotos!
liebe grüße von mir
Jeder Schritt ein neuer Blick, und was es alles zu sehen gibt — die Knie sind absolut nebensächlich auf so einer Tour. .) Und was der Baum da fraß, konnte man nicht mehr lesen; dazu hätte ich’s ihm entreißen müssen.
das ist ja witzig 😀
(Ich habe erst später in der Vergrößerung gesehen, daß unter der Laminierfolie eine Spinne sitzt.)
hihi, jaaaa. jetzt hab ichs auch vergrößert und sehe sie. 😀 was sie da wohl macht? sieht noch sehr lebendig aus.
Ganz arg schön, Dein kleiner Bericht.
Danke. Solltest du nach Inlandexotik suchen für einen Wanderurlaub, da würdest Du fündig.
Ist das wieder treffend verdichtet. Wanderdichtung? Und ja, man muss schauen, dass … Unbedingt, und dunkles Grübeln, wenn man meint, es gehe eben nicht weiter. Älter wird man ja trotzdem, da hilft nichts.
Danke, danke! Ich habe bislang wenig Gemütszustände gefunden, die ein Weg zu Fuß über Land nicht verbessern konnte. Das ist ein einfaches Rezept, und es hilft — was kann man mehr wollen?
„Es ginge vieles besser, wenn man mehr gehen würde.“ Johann Gottfried Seume (1767-1810) in Mein Spaziergang nach Syrakus 1801.
Frühabendlichsonnige Grüsse von der anderen Seite des grossen Flusses (hochwasserabnehmend)
Ach, der Herr Seume! Ich wäre gern mal ein paar Kilometer mit ihm gegangen; auch wenn er mich zweifellos abgehängt hätte.
Der kleine Mann, man schätzt ihn heute auf unter 1,60m, war Militär und ausserdem durch seine Entführung nach Amerika das Marschieren gewöhnt.
Sonnige Grüsse von der anderen Seite des Flusses
Und gute Schuhe hatte er; zumindest hat er seinem Schuster einen Dank gewidmet. (Ich hingegen bin eher auf papiernen Flächen unterwegs — ein Dank dafür dem Herrn Ärmel! Ich schreib noch was; wenn Zeit ist.)
Huch, ich habe, bin oder werde doch jetzt nicht etwa – – – ?
Ich schätze Ihren Humor 😉
Mittäglichvorsommerlichwarme Grüsse aus dem aktiven Bembelland
Deine Wanderungen sind immer sehr schön und ich freue mich, dass du uns alle mitnimmst, trotz Knie! Danke sag die mit Knöchel 😉
Au, Knöchel ist auch nicht gut –! Solang er Dich nicht an Landpartien hindert …