Das Auto leuchtet warn, in Gelb und Rot. Was sein muß, muß sein — also gestartet, ein Glück, das geht noch, und in aller Vorsicht zu einem Autohaus gefahren, dessen Firmenschild mit dem Symbol am Kühlergrill übereinstimmt.
Drinnen ist weiß gefliest (nicht daß hier Gedanken an ölverschmierte Lappen aufkommen). Es riecht nach neuem Auto. Gleich am Eingang gibt es einen Tresen und dahinter geschult lächelndes Personal.
Was kann ich für Sie tun?, lächelt ein fast noch jugendlicher Anzugträger.
Ich habe einen Termin …
Blumengrüße …
Alle meine Entchen
Zeitverschiebung
Wenn sie aufstand, hatte er noch ein paar Stunden Nacht vor sich. Wollte sie ihn nach der Arbeit anrufen, dehnte sich ihr Abend; oft mußte sie dann die lange Nummer mit den langen Billiger-Telefonieren-Vorwahlen drei-, viermal wählen vor lauter Müdigkeit.
Der erste Tag eines jeden Besuchs war für die Katz; schlimmer als Wachbleiben nur, sich kurz hinzulegen. (Eiserne Jetlag-Regel: …
Bäche & Seen
Nun sei bedankt …
Er ist's!
Im Vorübergehen
Der Weg macht es mir leicht: ein rascher Anstieg bis zum Wald, dann auf Forstwegen über den Höhenrücken hin. Tief liegt der Schnee und knirscht bei jedem Tritt. In Siedlungsnähe ist er festgewalzt und spiegelglatt; ich gehe sicherer, wo ich noch eine frische Spur ziehen kann. Dann verlieren sich alle Fußspuren; bald sehe ich nur noch die von Traktorreifen, deren Profile der Schnee nicht ganz zudecken konnte, und ich bin froh um meine Wanderstiefel.
Sanft hat mich die Strecke auf eine Anhöhe getragen. Der Waldsaum weicht zurück, und von den Feldern überschaue ich weithin das Flußtal, wo sich grau in weiß Dörfer knäueln. Selbst den bewaldeten Hügeln sieht man bis auf die weiße Haut. Schneeflächen überstrahlen den Himmel. Es beginnt in winzigen Kristallen zu schneien; Wind dringt in meine Jacke, und ich mache mich wieder auf den Weg, der sich in einer Kurve am Hang entlangzieht.
Es dauert eine Weile, bis ich die beiden Gestalten wahrnehme, die mir entgegenkommen …
Dialektforschung, die neueste Runde
In neuem Glanz erstrahlt der Atlas zur deutschen Alltagssprache, der mit Hilfe des Netzes eine Bestandsaufnahme unseres Sprachgebrauchs angeht. Schon seit einigen Jahren laufen Fragerunden, deren Ertrag natürlich davon abhängt, daß möglichst viele Sprecher aus möglichst vielen Regionen teilnehmen.
In der Auswertung der neunten Fragerunde erfahren Sie etwa, wo man Sie für »stickum« nicht verständnislos angucken wird, daß Kartoffeln nicht gleich Kartoffeln sind, welche Stunde um »fünf über Sieben« geschlagen hat und wie seltsam das Saarländische wirklich ist.
Und wo Sie schon dabei sind: die zehnte Runde wird gerade erhoben — dauert nur ein paar Minuten. Viel Spaß! Und, bitte, weitersagen!
Es singt und lacht

Daß es am Rhein fünf Jahreszeiten gibt, weiß man, auch wenn man sich aus sowas normalerweise raushält. Und dann ist da eine Karte übrig, und die sind hochbegehrt!, und willst du nicht mit, einmal muß man das gesehen haben, und schwups: Fastnachtssitzung.
Ich mittendrin.
Unter geschätzt tausend Matrosen, Rockstars, Obst (in verschiedenen Farben und Reifegraden), Cowboys, Römern, Zofen, Vampiren, mit bestem Blick zur Bühne. Zur Einstimmung gibt es Fastnachtsschlager, so flach, daß man sich die Knie aufschürft, aber alle kennen sie, und plötzlich bin ich links und rechts am Ellenbogen gepackt und werde mitgeschunkelt. Nicht schunkeln ist keine Option, maximal eben: schunkeln lassen. Schnell, ein Glas Riesling!
Bißchen Gottesdienst ist es schon …





