
An einem klaren Tag unter Null fand ich auf einem toten Ast auf dem Waldboden das hier. Es sah aus wie strack gekämmte Zuckerwatte; bei Berührung zerschmolz es zu Wasser.
Weiß jemand, was das ist / wie es dazu kommt?
Nachtrag: Und schon wenige Minuten später ist das Rätsel gelöst — siehe meine fabelhafte Kommentarspalte. Tausend Dank!
Schlagwort: Wald
Auf dem Weg mit dem B
Wo ist der Weg? Ich sehe drei, und keiner trägt ein Zeichen.
Schau noch mal nach; vielleicht ist der Baum gefällt, wie an der letzten Kreuzung …
Da ist es. Vom Stamm fast verschluckt. Unter der Rinde steckt es; wie ein Auge unterm Lid. Und da, das nächste — einen Nagel hat das Holz ausgespien, nun hängt es schief am andern.
Ein Hänge-B.
Dieser Weg ist sicher ein paar hundert Jahre alt, aber die neuen Wegzeichen, die scheint er nicht zu mögen. Was ist das für ein Wald?
Gehen wir lieber weiter, sonst frißt er uns am Ende noch.

Im Vorübergehen
Der Weg macht es mir leicht: ein rascher Anstieg bis zum Wald, dann auf Forstwegen über den Höhenrücken hin. Tief liegt der Schnee und knirscht bei jedem Tritt. In Siedlungsnähe ist er festgewalzt und spiegelglatt; ich gehe sicherer, wo ich noch eine frische Spur ziehen kann. Dann verlieren sich alle Fußspuren; bald sehe ich nur noch die von Traktorreifen, deren Profile der Schnee nicht ganz zudecken konnte, und ich bin froh um meine Wanderstiefel.
Sanft hat mich die Strecke auf eine Anhöhe getragen. Der Waldsaum weicht zurück, und von den Feldern überschaue ich weithin das Flußtal, wo sich grau in weiß Dörfer knäueln. Selbst den bewaldeten Hügeln sieht man bis auf die weiße Haut. Schneeflächen überstrahlen den Himmel. Es beginnt in winzigen Kristallen zu schneien; Wind dringt in meine Jacke, und ich mache mich wieder auf den Weg, der sich in einer Kurve am Hang entlangzieht.
Es dauert eine Weile, bis ich die beiden Gestalten wahrnehme, die mir entgegenkommen …
Schöne Sachen XVII
Um die Ecke: Himmel
Blaues Band

noch eins


