Gute Reise, Digitalpokal!

Auf den Straßen herrscht Leere, die städtische Geräuschkulisse klingt ländlich, nicht mal auf dem Freitagstexterbild ist was los – aber in den Kommentaren darunter, da treffen sich mehr als zwei Leute. Danke fürs Mittexten!

Das Thema war: Entkommen. Gleich zwei Gameshow-Zitate gab es, und, ja, meine Herren, ich kenne sie beide. Eskapistisch ist auch Karus Lob des Virtuellen, wo die Familienväter stundenweise ausgelagert werden. Hubbie kann sogar dem aktuellen Erreger etwas Positives abgewinnen. Der Herr Boomerang bekommt den silbernen Reimdich-Löffel; der Goldeimer hingegen wandert in hohem Bogen nach Berlin, und dann muß ich erst mal den Kaffee aus meiner Tastatur schütteln.

Schon fast die Hälfte für den Adventskalender vorbereitet.

Genial (und von einer geradezu rührenden Normalität) – jetzt schon an Weihnachten denken! Wir haben ja sonst nix vor.

Das heißt, der nächste Freitagstexter wird auf dem Gartengrundstück von Herrn Ackerbau ausgetragen. Ich lese sicher mit.

Freitagstexter (Pandemieausgabe)

Egal was ist: der Freitagstexter findet statt! Ist ja sowieso nichts los sonst. Nach einem Aufenthalt bei Karu am Niederrhein steht der Digitalpokal nun wieder hier und wartet auf die nächste Verleihung.

Naaa …?

So geht es: Bild berührungsfrei betrachten, den gedanklichen Horizont im Auge behalten und alles, was sich daselbst zusammenbraut, was da auf- oder untergeht, unten in die Kommentare tippen. Danach bitte 20 Sekunden Hände waschen. Am Mittwoch dem Sieger applaudieren oder aber den Pokal entgegennehmen und am Freitag den nächsten Freitagstexter ausrichten. Ganz einfach! (Wer nicht riskieren will, den Freitagstexter selbst ausrichten zu müssen, möge "außer Konkurrenz" dazu vermerken. Es ließe sich aber auch ein Gastbeitrag hier bei mir arrangieren, dann braucht man nur ein Bild zum Ausrichten und kein eigenes Blog.)

Auch das wie immer: Regeln beim Herrn Wortmischer. Infos auf Twitter. Erstkommentare schalte ich frei, sowie ich sie finde.

Viel Spaß!

 
 

Erzähl mir eine Geschichte!

Das Kind war etwa zwei Jahre alt. Wo andere Kinder ein Stofftier haben, schleppte dieses wechselnde Bücher mit sich herum. Wann immer es brenzlig wurde – müde, Streß, blöder Tag –, da jammerte es: Mein Buch, mein Buch! Nur eine Geschichte aus dem Buch machte alles wieder gut.

Einmal waren wir auf dem Spielplatz, da trat das Unglück ein: das Kind war hingefallen, die Mutter hatte es abgestaubt, auf eine Bank gesetzt und wollte nun das Buch aus der Tasche ziehen, da war es nicht da. Vergessen. Kein Buch. Die Tränen begannen zu fließen, der Jammer türmte sich. Ich laufe, sagte die Mutter, schnell eins kaufen, paßt du solange auf?, und schon stürzte sie davon.

Ich setzte mich neben das haltlos weinende Kind auf die Bank und begann, in meinem Rucksack zu kramen. Ah, da ist es ja. Als ich mit großer Sorgfalt und beiden Händen – nichts hervorholte, wurde das Schluchzen leiser. Hier ist mein unsichtbares Buch. Komm, ich lese dir eine Geschichte vor.

Ich blätterte, guckte ins Inhaltsverzeichnis und entschied mich für eine Geschichte. Das Kind folgte fasziniert meinem Finger, hörte sich die Geschichte an, betrachtete die Illustrationen, und als ich das Buch zuklappte und wieder im Rucksack verstaute, waren die Tränen vergessen. Oder, fragte ich, soll ich es dir schenken?

Da grinste das Kind ein kleines bißchen: Brauchst du nicht. Ich habe zuhause ganz genau so eins.

(Die Mutter kam kurz darauf wieder mit einem Notkauf. Stellte sich heraus, auch dieses Buch hatte das Kind schon im Regal stehen.)

 

Ob die Tage uns herumscheuchen oder langweilen, ob sie voller Furcht und Ungewißheit sind oder einfach nur öde – es geht nichts über eine gute Geschichte. Sei es eine vertraute, die wie eine Decke wärmt, oder eine unerhörte, eine Reise ins Ganzwoanders. Grundlegend ändern kann sie ja meist nichts, aber sie kann uns ein paar Minuten oder auch Stunden davontragen.

Sollten wir uns nicht Geschichten erzählen?

Logo erzähl mir eine Geschichte
Falls mir wer eine Geschichte erzählen mag: hier ist ein Bildchen zum Dranhängen.

 

Pokalschubs

Das war doch mal was: Während ringsum alles runterfährt, hat der Freitagstexter satte neun Bildunterschriften erbracht. Danke allen! Hat mich gefreut!

Die Versammlung von Käfern an einem Straßenschild hat verschiedenste Assoziationen ausgelöst: Flugtechnisches, Sortiertechnisches, Geographisches, Ökologisches, die diversen bugs, die uns derzeit belästigen, ein Ohrwurm war auch dabei: … up, up to the sky … – argh, Herr Boomerang! Aargh!!

Zum Siegerbeitrag küre ich hiermit den von Karu, eine Weisheit, die schon immer gestimmt hat (von VW bis Insekt):

Wer ganz nach oben will, braucht Vitamin B oder einen Flugschein.

Damit geht der Pokal an den Niederrhein, wo wir uns nächsten Freitag wiedersehen, wenn es heißt: texten Sie bitte hier!

Freitagstexter. Wie neu.

Es kann nicht keinen geben – hier also ist er wieder, Urgestein des Internets, der Freitagstexter!

—> gäääähnende Leere (noch!)<—

So geht es: Bild betrachten, das erste, was in den Kopf pardauzt/ein ausgefeiltes Sprachspiel/eine zeitgeistig motivierte Spitze/das fernliegende Ende einer wüsten Assoziationskette unten in die Kommentare schreiben, am Mittwoch dem Sieger applaudieren oder den Pokal entgegennehmen und am Freitag den nächsten Freitagstexter ausrichten. Ganz einfach also! (Wer nicht riskieren will, den Freitagstexter selbst ausrichten zu müssen, möge "außer Konkurrenz" dazu vermerken. Es ließe sich aber auch ein Gastbeitrag hier bei mir arrangieren, dann braucht man nur ein Bild zum Ausrichten und kein eigenes Blog.)

Auch das wie immer: Regeln beim Herrn Wortmischer. Infos auf Twitter. Erstkommentare schalte ich frei, sowie ich sie finde.

Also ran an die Tastaturen – und viel Vergnügen!
 

 
 

Der Freitagstexter darf nicht sterben!

Wie schon der Herr Boomerang sagt: … denn weitergehen muß es!

Der Freitagstexter ist eine Institution, so alt wie das bewohnte Netz. Damals, vor unfaßbar vielen Jahren,* als noch alle Blogs hatten und die künftigen Eltern des Facebook-Gründers gerade mal anfingen, sich ganz offline zu liken, damals war er schon alt und erhellte einmal die Woche mit dem goldenen Glanz des digitalen Pokals für die subjektiv schönste Betextung eines objektiv schönen Bildes die dämmrigen Weiten des Virtuellen.

Der Freitagstexter darf nicht enden, denn das wäre das Ende. Bauwerke werden abgerissen, Festivals eingestellt, Schulen geschlossen, Ikonen gestürzt, Kulturtechniken vergessen, aber doch nicht der Freitagstexter! Ganz sicher bin ich da nicht, aber womöglich hört, wenn es den Freitagstexter nicht mehr gibt, das Internet auf zu existieren. Deshalb nehme ich mir den Pokal einfach so, ohne preiswürdige Betextung (und sag jetzt keiner was von den dicksten Kartoffeln oder dem Schlaf, in dem’s der Herr den Seinen –), poliere ihn gründlich, und am kommenden Freitag gibt es, wie an jedem Freitag seit Äonen, ein Bild ohne Unter- oder Überschrift. Hier.

Geneigtes Publikum: kommen Sie, texten Sie!

Es wird weitergehen.

 

* Nicht daß ich da schon dabei gewesen wäre; wenn es also jemand besser oder genauer weiß, bitte ich um fundierte, wenigstens aber unterhaltsame Gegendarstellung.

Und weiter geht’s: Freitagstexterpokalverleihung

Aller guten Dinge sind drei. Drei Unterschriften gab’s zu meinem Tonfigürchenfoto, und ich mochte sie alle. Aber der Modetrend, den Roswitha hier ausgemacht hat, hat mir doch ganz besonders gefallen. So was wie antike Jogginganzüge. Allein die Vorstellung, wie die Laufstege so aussehen …

Zugegeben, diese Unisex- Lendenschurze sind nicht Haute Couture. Aber sie sind einfach und praktisch, benötigen wenig Arbeit bei der Wäschepflege und können individuell angepasst werden. Interessant ist vielleicht, dass sich der einheitliche Gesichtsausdruck beim längeren Tragen des Schurzes von selbst ergibt. [Roswitha/quercus]

Damit geht der Pokal, mit frischem Leinen gewienert, in den warmen Süden des Landes. Möge er keine Ruhe finden!

Vielen Dank fürs Mitmachen, ob mit oder ohne „Webloch“ (sagt p.m.)! Der nächsten Freitagstexter findet dann bei quercus auf Blogspot statt. (Vermutlich wieder ohne mich; ich kann da selten bis gar nicht kommentieren …)

Letzter Freitagstexter vor dem Jahreswechsel

Da hatte der Pokal eine hübsche, verwinkelte Bleibe beim Herrn Stresemann gefunden, aber das anhängliche Ding: nun ist es wieder da. Danke!

Bei Durchsicht der Bildarchive stieß ich auf ein eindrucksvolles Wetterphänomen, das darauf beruht, daß Wasser bei niedrigen Temperaturen den Aggregatzustand wechselt; die Älteren werden sich erinnern.

Hier könnte Ihr Freitagstext stehen!

Nun also: Hier ist die Gelegenheit, die weihnachtsträgen Hirnwindungen mit einer kleinen Wortgymnastik (ohne Posaunenchor) von Spekulatiuskrümeln zu befreien und dafür einen 1-A-Digitalpokal abzustauben. Anders als die meisten Weihnachtsgeschenke glänzt er ganz echt golden und nimmt keinerlei Regalplatz weg.

So geht es: Bildunterschrift einfallen lassen, bis Silvester (Dienstagmitternacht; Sekt!) hier in einen Kommentar tippen, Spaß haben. (Wer nicht riskieren will, den Freitagstexter selbst ausrichten zu müssen, möge „außer Konkurrenz“ dazu vermerken. Es ließe sich aber auch ein Gastbeitrag hier bei mir arrangieren, dann braucht man nur ein Bild zum Ausrichten und kein eigenes Blog.) Am Mittwoch wird dann verkündet, wo es 2020 weitergeht, denn: weitergehen muß es. Ich freue mich auf das, was in den ersten Stunden des neuen Jahres hier zu lesen sein wird.

Wie üblich: Regeln beim Herrn Wortmischer. Infos auf Twitter. Erstkommentare schalte ich frei, sowie ich sie finde.

Wünsche Vergnügen!

 

 
 

Freitagstexter: da geht er hin, der Pokal

’s ist Winterszeit, und im Schein der Wohnzimmerlampen wächst die Texterfreude. Wie schön: neun Unterschriften sind es geworden, unter immerhin fünf konkurrierenden hatte ich zu wählen. Es ist schwierig wie immer; ich mag den Drall zum Science Fiction, den das Ganze einerseits genommen hat, und andererseits den Entwurf autofreier Utopien, wie sie mir selbst vorschweben. Auch der biologischen Erklärung des Bildes kann ich einiges abgewinnen. Gewonnen hat aber dann doch, wie eigentlich stets im Leben, die Verwaltung: Der Herr Stresemann kennt sich im Dschungel der Verordnungen aus.

In Münster hat jeder vierte Einwohner einen Hund und jeder Einwohner bis zu drei Fahrräder. Statistisch gesehen kommt bei 12 Hektar Bäumen auf jeden Münsteraner ein Baum. Es soll aber in Münster auch Bäume geben, die haben ihr eigenes Rad, sofern sie keinen Hund halten dürfen.

Die Vorstellung von hundehaltenden Bäumen hat mir gefallen; getoppt wird das nur noch von Bäumen, die Fahrrad fahren …

Vielen Dank an alle Kommentatoren, die mit Wettbewerb, die außer Konkurrenz und die einfach so; hat Spaß gemacht! Und dann auf zum nächsten Bild bei Herrn Stresemann.

Wird sicher ganz normal!