Vom richtigen Umgang mit Nachrichten

Die Nachrichten jagen einander und bereiten derzeit mehr als üblich Schmerzen, und lieber heute als morgen zöge ich ganz hinter den Mond. Doch Rettung kommt aus Helsinki: das finnische Radio Yle bringt Nachrichten auf Lateinisch, zum Hören und zum Nachlesen im Netz.

Der Latinist Tuomo Pekkanen und sein Kollege Reijo Pitkäranta vollbringen das kleine Wunder, aktuelles Weltgeschehen in lateinische Vier-Minuten-Beiträge zu verwandeln, die einmal pro Woche wunderschönst und mit schnarrendem Akzent verlesen werden. Das Alter der Sprache merkt man den Nachrichten nicht an; die Redakteure schaffen es, auch unhandliche Modernitäten plausibel zu übersetzen.

Es klingt beruhigend, man versteht angenehm wenig, und selbst wenn es heißt: Trump Obamam accusat, kann man sich vorstellen, man säße in der Schulbank, gleich wird es klingeln, und man darf hinaus, in die Sonne.

Wärmste Empfehlung: Nuntii Latini vom finnischen Radiosender Yle.

 

 

 

»Weihnachtliche Abwesenheitsnotiz«

Alle Jahre wieder geschieht es, daß sich unter den Begriffen, mit denen mein Blog gefunden wurde, die »weihnachtliche abwesenheitsnotiz« häuft, in diversen orthographischen Varianten. Nun gibt es im Netz die erstaunlichsten Textvorlagen, und schließlich steht Weihnachten vor der Tür — also, Sie fragen, ich antworte!

Vorab
(1.) Die »Abwesenheitsnotiz« ist eine unglückliche Erfindung schlechter Software-Übersetzer und sollte eigentlich »Abwesenheitsbenachrichtigung« heißen. (2.) Es gelten für die weihnachtliche die gleichen Regeln wie für die gewöhnliche Abwesenheitsnachricht.

Wie immer haben Sie verschiedene Möglichkeiten, der Zielgruppe mitzuteilen, daß Sie woanders sind und feiern:
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