Ich habe einen gewissen Ehrgeiz entwickelt: exponiert müssen sie stehen! Unter Museum mache ich’s nicht. Nummer zwölf ist auf dem Werksgeländeüberblick gelandet, gleich neben den Kühltürmen.
Schlagwort: ausgesetzt
Hastenichgesehn: Eierbecher 11
Damit es keinen Ärger gibt, verrate ich an dieser Stelle nicht, in welchem Museum der Sockel steht, der neben (nagut: hinter) seiner gewohnten Bronze nun auch Eierbecher Nummer 11 trägt. Oder, das weiß ich jetzt natürlich nicht so genau, zumindest für eine Weile getragen hat.

Bei der Bronze handelt es sich um eine Elwedritsche meines Lieblingsbrunnengestalters. Seine Wasser-Spiel-Skulpturen sind ein Ereignis in jeder Stadt und an Aufforderungscharakter unübertroffen.
Die Ausstellung ist klein, aber einen Abstecher wert — und der nächste Spielbrunnen nur 200 Meter entfernt.

Grenzfall: Eierbecher 8
Bad Säckingen ist ein propres Städtchen am oberen Rhein. Am anderen Ufer und am Ende einer überdachten hölzernen Brücke liegt die Schweiz. Außerhalb der Geraniensaison gibt sich der Bohlenbau duster und zugig; man freut sich, auf der einen oder der anderen Seite Kopfsteinpflaster unter die Sohlen zu bekommen.
Ziemlich mittig überm Wasser habe ich den achten Eierbecher abgestellt, ein hübsches, welliges Kerlchen aus Glaspaste. Mit einem Gruß hundert Kilometer flußauf- und schweizwärts an Lenz.
(Gerne wüßte ich, ob der Eierbecher jetzt in der Schweiz oder in Deutschland wohnt oder, was auch etwas hätte, direkt unten am Grund des Flusses?)
Eierbecher 7
Ein Eierbecher, der siebte, blieb denn auch gleich dort — er fühlte sich sehr zu dem Kinderspielelefanten auf diesem Weidenstumpf hingezogen, vielleicht auch zum schaumweißen Hintergrund aus Wiesenkresse oder generell zu Ferientagen im Freien.
Wunder-
schöne
Ferien-
tage
Eierbecher 5
Jetzt steht er in Schorndorf an der Rems, wo schwäbischer Erfindergeist zuhause ist, Fachwerk und Kopfsteinpflaster um die Wette glänzen und der Himmel irgendwie größer als anderswo erscheint.

Für den Eierbecher samt seinem Goldrand habe ich einen wunderhübschen Platz gefunden, an einem außergewöhnlichen Ort in dieser Stadt: in einer Schmuddelecke. Mit Kunst im Durchgang.
Eierbecher 4

Der vierte Eierbecher, einer von denen, die nur auf dicken Tischtüchern nicht wackeln, steht jetzt in der Forsterstraße in Mainz. Ich widme ihn geschränkte äcker und herrscholl.





