Wasser gleich ohne Krug, rinnt gemeinsame Zeit durch die Finger:
War auch nie sie genug, bleibt sie doch eins: ein Geschenk.
Die einzig normalen Menschen sind die, die man nicht besonders gut kennt.


Hamburg ist schick, sieht bei jeder Beleuchtung toll aus. Hambug hat Kultur, Geld, Lebensart. Eine gute Partie.
Wenn diese Stadt lächelt, sieht man ihr gepflegtes Gebiß, o ja, noch das eigene; hier und da sorgfältig wieder hergerichtet. Den Familienschmuck trägt sie gut sichtbar, ist aber auch Modernem nicht abgeneigt. Nur stimmen muß es. So putzt sie sich vor jedem Spiegel, ganz ohne Scheu. Hamburg achtet auf sich.
Auch das Untendrunter kann sich sehen lassen: Fliesen oder Kunst, hell, sauber, unmißverständlich beschildert. Es riecht frisch, nach Effizienz, nicht nach Abenteuer.
Sie muß einen festen Händedruck haben und ein lautes Lachen, womöglich einen Appetit auf deftige Kost. Hat ja viel gearbeitet in ihrem langen Leben. Vielleicht wird man auch mal, wenn man sie gut kennt, an ihre weiche Brust gedrückt und kriegt einen Grog gegen die Kälte.
Aber sicher nicht beim ersten Mal. Eineinhalb Tage sind ja auch keine Zeit.
Dann man auf Wiedersehen, Hamburg.

