Heute hat ein neuer Bilderzyklus bei Pixartix begonnen: elementares.

Grundsteine, ins Bild gesetzt. Alles, was wichtig ist. Alles, was sein muß. Jeden Tag ein neues Bild.
Kategorie: Durchsagen
Spiegelflächen & Bodenloses
Wenn einem ein Bild den Boden unter den Füßen wegzieht, wenn’s plötzlich kippt, Erwartungen enttäuscht werden und man seinen Augen, hoppla, doch nicht trauen kann — Momente dieser Art stellt SoSo bei Pixartix aus, inzwischen siebenundvierzig davon: Illusionen, Spiegelwelten. Ich bin mit einigen Fotos vertreten.

Nicht vergessen:
Fremde Ferien
und viel, viel mehr:
Mit dem Fahrrad nach Hallstatt ist der Künstler Irgendlink unterwegs. Sein Live-Blog ist hier zu lesen.
Mir als Fußgängerin fiele das Radfahren im Traum nicht ein, schon allein darum lese ich diese Eindrücke und Reflektionen mit Spannung. In Rhythmus kommen: Schlaf, Essen, Weg. Menschen begegnen — das kenne ich, nur langsamer. Und dann das Spannende: Bilder sehen; sie für Zeitgenossen aufnehmen und aufbereiten, aber eben auch: Bilder finden, die uns überdauern, die transportieren sollen, was die Menschheit ist — und schon sind die Gedanken auf Reisen, weit über räumliche Distanzen hinaus. (Womit ungefähr beantwortet wäre, was ich in den Ferien so mache.)
Und: Kunst ist überall!
Mit Bildern für die Ewigkeit.
Kleine Presse
Alle zwei Jahre, dieses Jahr schon zum 22. Mal, findet in Mainz am Rhein eine Buchmesse der besonderen Art statt: die Mainzer Minipressen-Messe. Hier wird, wie die Veranstalter schreiben, »die Liebe zu besonders schönen Büchern« gepflegt, und das ist allemal eine gute Sache. Ich wollte dieses Jahr endlich hin.
Das Ganze ist eine kostenlose Besuchermesse. Es präsentieren sich kleine und kleinste Verlage, mehrere Marathonlesungen werden stattfinden, und es gibt ein Rahmenprogramm aus Vorträgen, Diskussionen und anderen Veranstaltungen. (Dieses Jahr beamen 18 Metzger und zwarwald am 1.6.13, 20:00, Theater Mainz.)
Vielleicht sieht man sich?
Mainzer Minipressenmesse
30. Mai bis 2. Juni 2013
Rheingoldhalle Mainz
Pixartix 2013
Auch dieses Jahr darf ich bei Soso und Irgendlink Bilder aufhängen: auf pixartix gibt es eine Serie mit Fehlern, Lücken und was sonst das Leben so spannend macht. Äußerst sehenswert! Diese Woche sind meine Fotos dran.
Menschlichkeit
Es gibt schlimme Zeiten, und es gibt die schlimmsten. In denen werden Menschen für das, was sie sind und denken, systematisch verfolgt und getötet; das Recht ist außer Kraft gesetzt. Wer menschlich handelt und hilft, bringt sich selbst und die Seinen in Gefahr.
Die Zeit des Nationalsozialismus zählt zu diesen schlimmsten Zeiten und wird Generation für Generation in Geschichtsstunden analysiert: Wer waren die Machthaber? Wie konnten sie die Oberhand gewinnen? Was waren ihre Strategien?
Und dann gibt es das »Wunder von Dieulefit«. In Dieulefit im südlichen Frankreich, der bergigen Region der Drôme, fanden während des Vichy-Regimes über tausend Verfolgte Zuflucht und wurden gerettet. Kein einziger wurde denunziert.
Wie es die Bewohner dieses dünn besiedelten Landstriches geschafft haben, unter den Augen der Regierung so viele Menschen »verschwinden« zu lassen, sie unterzubringen und zu ernähren, das ist Thema einer Wanderausstellung, die ab dem 22. Januar in der VHS in Lich zu sehen sein wird.
Die »Topographien der Menschlichkeit« zeigen, wie Widerstand gelingt, was nötig ist, um mit den scheinbar geringen Mitteln der zivilen Courage Entscheidendes zu verändern. Den Frauen und Männern, die sich nicht dem Schrecken gebeugt, sondern ihm mit Mut und Einfallsreichtum begegnet sind, wird ein Denkmal gesetzt.
Die Initiatorin Anna Tüne ist als Deutsche nach dem Krieg in der Drôme aufgewachsen; sie kennt den Landstrich, seine Bewohner und ihre Geschichte(n) gut.
Die Ausstellung erzählt: Der Einzelne ist nicht machtlos, weil die Gesellschaft aus Einzelnen besteht. Aber Mitgefühl braucht es, Mut und Zusammenhalt.
Ich wünsche allen, die hier vorbeischauen, allen Lieben und allen, bei denen ich gerne mehr gelesen hätte, ein gutes neues Jahr. Daß nichts bleiben muß, was unerträglich ist, und daß, was gut ist, weitergetragen und stärker wird. Mitgefühl, Mut und Zusammenhalt überall da, wo es nottut.
Weihnachtsabwesenheitsgedicht
Es weihnachtet sehr, und auch dieses Jahr
bin ich für einige Tage nicht da.
Ich mache dasselbe, was viele Millionen
von Menschen machen, die Deutschland bewohnen:
kochen, dann essen, dann singen, dann schenken,
auspacken, schwätzen, und irgendwann denken:
So, das war schön, vielen Dank — ja, und nu
laßt mich bis nächsten Dezember in Ruh.
Sie hören von mir, wenn ich wieder hier sitze!
Mit freundlichen Grüßen, die Ihre,
Lakritze.
Nebenschauplatz
Textiles lagere ich künftig aus, und zwar auf mein Stopfblog. Ein bißchen klemmt’s und ruckelt’s noch, aber das wird schon. Und wohin das führt, wird sich weisen.
Es geht um Nadel & Faden im Hausgebrauch, Stoffe und Tuche und allerlei, was damit zusammenhängt.
Also, bittschön, hier entlang:
Danke für Besuch!
Auf ein Wort.
Wer mein Blog kennt, erwartet hier keine Politik; von der hält sich Lakritze normalerweise fern. Aber jetzt gerade wird etwas auf den Weg gebracht, das weitreichende Konsequenzen für alle Netzbürger haben wird: ACTA.
Hier soll ACTA nicht zum hundertdrölften Male erklärt werden; das machen andere besser. Aber ich bitte alle Leser, die sich sonst vielleicht wenig aus Netzpolitik machen: Informiert euch! Glaubt nicht, daß nur ein paar Raubkopierer gegen ACTA sind, die um ihre kostenlosen Filmquellen fürchten. Glaubt nicht, euch werde es nicht betreffen.
Es geht um viel, viel Geld. Im Moment ist die Wirtschaft dabei, das Internet nach ihren Vorstellungen zu regulieren, das Recht an ihre Bedürfnisse anzupassen — unter Mithilfe von Politikern, die bestenfalls keine Ahnung haben, was sie da zur Welt bringen.
Lest in Politikblogs nach, schaut euch Videos an, und wenn ihr immer noch denkt, das werde schon nicht so schlimm, lest hier, was im EU-Parlament passiert.
Und tut etwas.
Das war es auch schon. Um Politik geht es hier wirklich nur in Notfällen.

