Meine Texte mag ich am liebsten, wenn sie mir vollkommen fremd geworden sind. (Zusatz: und ich nichts dran zu verbessern finde.)
Das kann dauern. Bei Fotos ist das anders; die werden nie handzahm, bleiben dem Augenblick verhaftet. Worte hingegen wachsen langsam und manchmal schmerzhaft; sie ganz wieder zu vergessen, kostet Zeit.
Bei mir ist es anders: Fotos brauchen Zeit, einen Blick und haben Bestand. Texte sind wie Schall und Rauch… 😉
Oh, interessant! Ist das der Blick von oben? Fotos mache ich nur aus einem Staunen heraus, die sind Beifang des Schauens. Mir sind die Worte wichtiger.
Blick von oben?? Eher analytisches Schauen und Blick für das Besondere.
Na, ich dachte an die Vogelperspektive. Daß Du bei Deiner Profession anders schaust, ist klar. ,)
Wie schön gesagt. Besonders die Klammer 🙂
(Und falls doch: noch mal von vorn, das Ganze.) .))
Oh nee, noch nach dreißig Jahren erkenne ich sie wieder und er schauere: Welch verblasenes Zeug!
Ein schlechtes Gedächtnis ist natürlich hilfreich …
Ja, das kommt dann…
Eine anregende Beobachtung. Vielen Dank dafür.
Fotos gefallen mir erst, wenn Aussage und technische Ausführung kongruent sind. So wie bei einem guten Drink.
Wenn ich mir als Fremder meine eigenen Texte vorlese, stimmen im besten Fall die Bilder zu den Gedanken oder Stimmungen, die erzeugt werden sollen.
Wie bei einem guten Gericht, da müssen die Ingredienzen zusammenpassen.
Samstagabendlichschöne Grüsse aus dem sinnenden Bembelland
Ich glaube, bei Fotos ist das der Unterschied zwischen Profi und Knipsen. Beim Schreiben bin ich unschlüssig, wo die Grenze verläuft, ob es überhaupt so etwas gibt bzw. ob es Bedeutung hat. Spannend. Regengrüße zurück!
Vielleicht ist es wie bei allen Grenzen – so lange sie durchlässig sind, ist Entwicklung möglich… Sie haben aber auch ein Talent, Gedankengebirge in Bewegung zu bringen…
Klasse! (lieben Sie Lexika?)