Zwei, drei Kilometer reichen, um in den Tritt zu kommen, und schon brechen die inneren Sommerferien an. Wie weit man reisen kann, einfach so, zu Fuß! Von Dorf zu Dorf zu Dorf grüßen die Leute auf der Straße, fragen nach Woher und Wohin und staunen. Die menschlichste aller Fortbewegungsweisen ist offenbar die ungewöhnlichste.


(Holunder ist auch so ein Kapitel für sich).

.. sehr, sehr schöne Fotos. Die Einheit von Wolken und weißer Holunder-Blütenwolke ist einfach perfekt und wunderschön – das Schneckchen hat alles Abstoßende verloren, ein sympathischer kleiner Weggenosse. Hast Du dich dafür „langgelegt“ ?(Dumme Frage, ich weiß, aber ich bin in so’ner Experimentierphase was Fotografieren angeht :))
Du musst zur Schnecke werden, wenn Du sie so fotografieren willst. 🙂 Lakritze kann das.
Das schöne Saarland. Hier weiß das ja kaum jemand. Du hast Recht, zu Fuß unterwegs zu sein, erregt inzwischen Aufsehen. In anderen europäischen Ländern gilt man als nicht zurechnungsfähig, Franzosen und Spanier, Italiener und Portugiesen gehen nicht zu Fuß, nie und nirgendwo hin, außer Sonntags über die Ramblas oder in den Park. Fragt man nach dem Weg zu einem sagen wir mal 10 km entfernt liegenden Ort, wird man ungläubig angestarrt, wenn man die Frage „zu Fuß?“ mit eifrigem Nicken beantwortet. Ich fürchte jeweils, sie rufen per Handy, sobald wir weiterziehen, einen Rettungswagen.
Du weißt schon, wozu du mich mit diesem wunderschönen Holunderfoto verführst? Genau, diesmal fester.
Danke euch! Normalerweise schaue ich lieber als zu knipsen, aber diesmal hat es Spaß gemacht.
Meme, also mindestens die Kamera muß auf den Boden. 🙂 Und wenn man die dann so richtig eingerichtet hat, weiß man auch, daß Schnecken so langsam gar nicht sind. :))
Karu, das ist nicht das Saarland (auch wenn es da ähnlich schön sein kann), sondern der Taunus. Und obwohl die Leute da auf Wanderer eingerichtet sein sollten, bekommt man als Fußgänger ein ernsthaftes „kommen Sie gesund nach Hause“ mit auf den Weg. Mit einer Flotte von Rettungswagen hatten wir allerdings noch nicht zu kämpfen. 🙂
Afra, oh, nur zu! Das freut sicher nicht nur mich.
Sorry, steht ja auch drüber: Taunus. Es sieht aber tatsächlich sehr ähnlich aus.
Karu, mir wird es gehen wie Dir: vor der Haustür wandere ich zuallerletzt …
Wandern ist wunderbar, auch ohne Karte querfeldein. Wird nur vom rumfliegen getopt.
Achja. Für Rumfliegenkönnen (selbst, nicht mit Fliegezeugen) gäbe ich einiges. Bis das geht, ist Laufen prima.
Laufen ist gut, da sieht man am meisten und kann am leichtesten stehenbleiben, um zu fotografieren oder nur zu gucken.
Außerdem, finde ich, erholt man sich beim Gehen am schnellsten. Mit zwei Wandertagen vor sich muß man eigentlich nur aus dem Zug steigen, und schon ist der Alltag maximal weit weg.
Allen Zufußgehern lege ich als Lektüre ans Herz: Wolfgang Büscher, „Berlin – Moskau. Eine Reise zu Fuß.“
Danke. Den Büscher habe ich, natürlich. 🙂