Kleider machen Leute: Q wie Quilt.
Die Textilkünstlerinnen stellten aus, Gestelle und Vitrinen voller verfremdeter, zerstörter, umgedeuteter Dinge aus Stoff; ganze Geschichten, mit Nadel und Faden erzählt. Ein Stück fiel schon von weitem auf: Hinter Glas leuchtete ein Quilt in allen Regenbogenfarben, ebenmäßig und harmonisch; viel, viel Arbeit mußte der gekostet haben. Darunter hing ein Schild: Die Krawatten meines verstorbenen Mannes.
Ein älteres Ehepaar blieb vor der Vitrine stehen, er offensichtlich weniger interessiert als sie; aber er zuckte doch zusammen, als sie mit leuchtenden Augen sagte: Ist das inspirierend! Guck mal, du hast doch auch so viele …
Mit R: gegen Regen die richtige Kleidung
Sehr anregend. Seit dem Ruhestand des Schlipsträgers hängen und liegen hier auch ca. 50 Exemplare untätig herum. Da bei mir von Ruhestand keine Rede sein kann, schneide ich, mangels Zeit für so ein großes Werk, ab und an kleine Stückchen heraus als Flicken für Beschädigtes.
Da dürfte sich kein Schlips beschweren, wenn er nach dem Abgelegtwerden was Nützliches machen darf … (Ich finde dieses Kleidungsstück ziemlich, naja. Nutzlos. Nicht mal als Gürtel taugt es so recht.)
Nun ja … manchen fehlt (zum Glück) das innere Übersetzungtool zwischen Wort und (unfreiwilliger) Ironie …
😉
.)) Umso schlimmer, wenn man dann das Memento mori um den Hals hängen hat …
Was hab ich ein Glück, dass meine Tage sowohl als Krawattenträger als auch als Ehemann passé sind. Da kann mir eigentlich nichts mehr passieren 😉
Danke Dir für die Deine Kleiderschrankgeschichte zum S mit besonderer Pointe!
A-hem – laut Kalender bin ich beim Q. Anziehen kann man den Quilt natürlich nicht … (Oder?)
Oha, da bin ich wohl durcheinander gekommen. Muss ich nachher gleich reparieren …
Äh … ja … erledigt!
Dankeschön! (Und man verzeihe mir, daß ich mich gelegentlich durchmogele; das Alphabet ist lang …)
Bei der Zahl meiner Krawatten hätte der Quilt wohl nur Topflappengröße.
(Das läßt dann wohl Rückschlüsse auf Berufsgruppen zu, was?)