Mit der Wurst nach dem Schinken

Marmelade

Im April dieses Jahres hatte ich einer Laune nachgegeben und Leuten, die welche wollten, Post geschickt — Postkarten, kleine Sachen, vielleicht Nützliches, blanken Unsinn. Für mich eine Übung in Entscheidungsfreude und der Spaß, Dinge zu verpacken, zu beschriften und mir die Gesichter der Empfänger vorzustellen. (Unbekannterweise zumeist.) Diese Aktion hat mich durchs Jahr begleitet; jetzt bin ich endlich fertig damit.

Da ich üblicherweise keinen Absender draufgeschrieben habe, habe ich bei einigen nie herausgefunden, ob meine Sendung angekommen ist. Von anderen weiß ich es sicher, aus ihren Blogs, aus Kommentaren oder netten Mails. Ich war entzückt.

Und dann landeten da noch ein paar Sendungen in meinem Briefkasten. Allerlei Köstlichkeiten, eine Ersatztasse, knackige Postkarten, Lesestoff aller Art sowie ein Büchlein ohne was drin — das war klasse. Danke! Ganz zu schweigen von den Spätfolgen: Ein entspanntes Essen in der gemütlichsten Kneipe, die ich in Berlin kennengelernt habe; Kochrezepte, Lese- und Reiseideen; Hin und Her von Briefen; ein Auge (blau) mit Aufschlag …

Das zu meiner Aktion. Eine liebe Freundin nennt so etwas: »Mit der Wurst nach dem Schinken werfen«.

Post! Eine Frühlingslaune

Wer hätte gerne Post?

Laß mir Deine Adresse zukommen, und ich schicke Dir etwas. Was es ist, weiß ich noch nicht. Vielleicht eine Postkarte, vielleicht etwas anderes. Im Zweifel wird es eine Gebrauchsanleitung haben. Ich garantiere weder für Schönheit noch für Wert oder Nützlichkeit; wahrscheinlich kenne ich Dich ja nicht besonders gut. Ich werde die Sendungen jedenfalls dokumentieren und, werweiß, irgendwann hier veröffentlichen.

Versprechen kann ich nichts — sollten zu viele Adressen eintrudeln, schaffe ich’s vielleicht einfach nicht. Das würde ich dann aber hier bekanntmachen.

Achso, doch ein Versprechen: Mit Deiner Adresse werde ich selbstverständlich sonst NICHTS anfangen. Finde ich sie in der Blog-Kommentarspalte, werde ich sie dort schnellstmöglich löschen. Wie ich mich kenne, schreibe ich sie mir auf einen Zettel, den ich dann irgendwann mit vielen anderen durch den Reißwolf jage … Also, keine weiteren Risiken, soweit ich das in der Hand habe.

So. Und jetzt bin ich sehr, sehr gespannt, was passiert.