In den Morgenstunden des 4. Oktober 1636 begann bei Wittstock nördlich von Berlin eine der entscheidenden Schlachten des Dreißigjährigen Krieges. Die Schweden kämpften gegen das überlegene kaiserlich-sächsische Heer, und sie siegten. Davon weiß man, weil es zahlreiche zeitgenössische Berichte gibt, Briefe von Heerführern, Musterrollen, Kupferstiche. Und 2007 wurde das Grab von 125 Gefallenen entdeckt — Menschen aus der Gegend sowie Söldner aus Skandinavien und Schottland, dicht an dicht auf dem Schlachtfeld beerdigt.
Ich weiß davon, weil ich Richensas Blog lese. Und auch wenn ich Schlachtenaufstellungen zu Schulzeiten immer möglichst schnell wieder vergessen habe, wollte ich diese Ausstellung sehen.

Untergebracht ist sie im Archäologischen Landesmuseum von Brandenburg an der Havel, einem wunderbaren Backstein-Klosterbau am Rande der Altstadt, Fußweg vom Bahnhof etwa zehn Minuten.