Maiwanderweg

Alt und neu, dicht an dicht.
Alt und neu, dicht an dicht.

Man muß ja schauen, daß man weiterkommt. Und dann die Jahreszeit, da steigt man die steilen Hänge hoch wie durch Dürers Rasenstück, lauter kleine Stilleben als Inseln auf dem feuchten Schiefer. Und die Vogelmänner, natürlich; die liegen im Sängerkrieg um die besten Nistplätze und die willigsten Weibchen, und man denkt sich: hach. Wie schön.
Also wieder auf den Moselsteig. Man kennt sich bereits und nimmt sich nicht allzu viel vor, rechnet nicht allzu fest mit Kaffee, dafür mit Schweiß und Knien und Aussicht, dann geht das alles bestens von Karden über Pommern und Kail nach Klotten, und auch am Ende sind die Namen noch amüsant.
ms-saat ms-religion ms-gefressen ms-mauerrosen ms-mai
Fürs Protokoll: die Schwalben sind zurück. In Klotten gibt es Kuchen. Wir haben unsere Portion Frühling genossen. Und die Knie … Achja. Achje. Man wird nicht jünger.

0 Kommentare zu „Maiwanderweg

    1. Jeder Schritt ein neuer Blick, und was es alles zu sehen gibt — die Knie sind absolut nebensächlich auf so einer Tour. .) Und was der Baum da fraß, konnte man nicht mehr lesen; dazu hätte ich’s ihm entreißen müssen.

  1. Ist das wieder treffend verdichtet. Wanderdichtung? Und ja, man muss schauen, dass … Unbedingt, und dunkles Grübeln, wenn man meint, es gehe eben nicht weiter. Älter wird man ja trotzdem, da hilft nichts.

    1. Danke, danke! Ich habe bislang wenig Gemütszustände gefunden, die ein Weg zu Fuß über Land nicht verbessern konnte. Das ist ein einfaches Rezept, und es hilft — was kann man mehr wollen?

  2. „Es ginge vieles besser, wenn man mehr gehen würde.“ Johann Gottfried Seume (1767-1810) in Mein Spaziergang nach Syrakus 1801.
    Frühabendlichsonnige Grüsse von der anderen Seite des grossen Flusses (hochwasserabnehmend)

      1. Der kleine Mann, man schätzt ihn heute auf unter 1,60m, war Militär und ausserdem durch seine Entführung nach Amerika das Marschieren gewöhnt.
        Sonnige Grüsse von der anderen Seite des Flusses

    1. Und gute Schuhe hatte er; zumindest hat er seinem Schuster einen Dank gewidmet. (Ich hingegen bin eher auf papiernen Flächen unterwegs — ein Dank dafür dem Herrn Ärmel! Ich schreib noch was; wenn Zeit ist.)

      1. Huch, ich habe, bin oder werde doch jetzt nicht etwa – – – ?
        Ich schätze Ihren Humor 😉
        Mittäglichvorsommerlichwarme Grüsse aus dem aktiven Bembelland

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