Dialektforschung, die neueste Runde

In neuem Glanz erstrahlt der Atlas zur deutschen Alltagssprache, der mit Hilfe des Netzes eine Bestandsaufnahme unseres Sprachgebrauchs angeht. Schon seit einigen Jahren laufen Fragerunden, deren Ertrag natürlich davon abhängt, daß möglichst viele Sprecher aus möglichst vielen Regionen teilnehmen.
In der Auswertung der neunten Fragerunde erfahren Sie etwa, wo man Sie für »stickum« nicht verständnislos angucken wird, daß Kartoffeln nicht gleich Kartoffeln sind, welche Stunde um »fünf über Sieben« geschlagen hat und wie seltsam das Saarländische wirklich ist.
Und wo Sie schon dabei sind: die zehnte Runde wird gerade erhoben — dauert nur ein paar Minuten. Viel Spaß! Und, bitte, weitersagen!

0 Gedanken zu „Dialektforschung, die neueste Runde

    1. Und wo man Schals um und umwech macht. Und andere komische Dinge. .)
      Ich liebe das ja sehr, daß es in der Sprache tatsächlich noch regionale Besonderheiten gibt, auch wenn Fußgängerzonen einander gleichen wie zwei Eier aus derselben Legebatterie.

    2. Ja, ich mag diese regionalen Eigenheiten auch, allerdings vermischt sich bei mir mittlerweile viel, da ich in so vielen Bundesländern gelebt habe. Außerdem kamen meine Eltern nicht aus der Region, in der ich aufgewachsen bin, so dass ich mir die ortsübliche Sprache nur bedingt angeeignet habe und auch selbst keinerlei Dialekt spreche.

    3. So ist das wohl. Ich habe mir den jeweils passenden Dialekt ganz schnell angeeignet – Bayerisch in Lam, Kölsch in Köln – gefallen mir beide.
      Nur das hier in meiner münsterländischen Heimat gesprochene Platt kann ich allenfalls verstehen. Wobei „stiekum, wech, ummachen“ und solche Geschichten ja auch nicht Dialekt sondern eher ortsübliche Sprachbesonderheiten sind.

  1. Gerade ertappte ich mich dabei, dass ich in einem Kommentar an anderer Stelle schrieb „doch am Ende wollte ich nicht wieder fort“. Das ist aber so gar nicht meine Sprache, deshalb meinte ich, bei mir vermischt sich viel. Eigentlich hätte ich „weg“ statt „fort“ sagen müssen (das „wech“ habe ich mir selbst nie angewöhnt). Doch „fort“ klingt hochdeutscher als „weg“, oder? Das kommt davon, wenn man Sprachnomade ist…

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