Weihnachtsmarkt!

Die Nächte werden länger, die Temperaturen fallen, im Lande läuft wenig rund, dafür jede Menge schief — beste Voraussetzungen für ein bißchen Realitätsflucht. Dem Wirklichkeitsgeplagten bieten Städte und Gemeinden zum Jahresende Instant-Idyllen mit Alkoholausschank und Musik wie Zuckerpampe: Weihnachtsmärkte.

Ich bin allgemein keine Freundin von Rauschgoldplastikkram, Süßer-die-Glocken und glühweinbeschwipsten Menschenmassen. Aber es gibt einen Weihnachtsmarkt, den ich mag, nämlich den im Darmstädter Stadtteil Bessungen: Eine Handvoll Buden auf dem Dorfplatz bei der Kirche; hausgemachter Punsch, hausgemachtes Essen, hübsche Dinge von Kunsthandwerkern. Und, wichtig, keine flächendeckende Weihnachtsbeschallung.

Wenn Goldschmiedinnen Plätzchen backen ...

Die Budenbetreiber sind aus der Gegend, auch das Publikum ist eher lokal, die Stimmung friedlich, selbst wenn’s nicht schneit. Also, wenn schon Weihnachtsmarkt, dann dieser — da klappt es auch, ein, zwei Stündchen lang, mit der Realitätsflucht.

Der Bessunger Weihnachtsmarkt im Netz
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