
Wir haben einen Alltag genommen und uns einen Urlaubstag draus gemacht, so schön, wie ein echter kaum sein kann. Den Tiefdruckgebieten entwischen und sich dem Frühling in die Arme werfen: ein leuchtender, duftender Tag, Vogelkonzert links, Frachtschiffgediesel rechts des Pfades, und die Welt ist im Lot.





Heute ist der Himmel schon wieder bewölkt, und am Rande meines Wollpullovers sehe ich, wo mich gestern die Sonne geküßt hat: die Oberlippe nur gestreift, einen Handkuß rechts und einen, schon wilder, links; am feurigsten aber da, wo die Schlüsselbeine aufeinandertreffen. Gestern noch war ich empört über so viel Ungestüm. Heute betrachte ich die Stellen mit Andacht. Es soll ja wieder kühler werden.