Frühling in der Wüste

Nicht mal Moos ist hier los.
Nicht mal Moos ist hier los.

Rheinhessen, das ist da, wo sie gnadenlos Jagd machen auf den letzten Baum, der den Wein beschatten könnte; und da ist was dran. Ausschlagen und blühen kann hier fast nichts. Trotzdem gibt es Geflügeltes: lebhafter Gesang aus jedem Busch; darüber hell kreischend Raubvögel. Rebhühner knarren wie verrostet, Krähen halten sich fern der Wege. Ich weiß jetzt auch, wo die Kaninchen wohnen, falls mal jemand eins braucht. Stücker einundzwanzig habe ich gezählt, und das waren nur die furchtlosen.

0 Kommentare zu „Frühling in der Wüste

  1. Die Tier mit den langen Ohren werden von den Weinbauern mindestens so ungern gesehen wie die Bäume. Bäume werden sie schneller los als Kaninchen, weil die Art sich zu vermehren bei den Bäumen nicht so effektiv ist.

    1. .) Gar so leichtsinnig sind sie nicht. Sie sitzen doch lieber in den Gebüschen. Wenn man dran vorbeigeht, fühlt man sich beobachtet, wenn man stehenbleibt, sieht man die schwarzen Augen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert