
… widersetzt sich meinen Bestimmungsversuchen. Steht scharenweise in dreißig Zentimeter hohen Stengeln auf den sonnigen Hangwiesen am Ortsausgang, gesehen auf der Rheinhessenwanderung Mitte April.
Kennt die vielleicht wer?
Nachtrag:
Das Rätsel ist gelöst dank goldamsel, Philipp1112 und Arabella: es handelt sich höchstwahrscheinlich um einen Nickenden Milchstern, der zu den Stinzenpflanzen zählt, also den Überbleibseln aus ehemaligen Gärten und Parks.
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Milchstern?
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Der sah mir auf den Bildern nach weniger Kelch in der Mitte aus und nach verzweigterem, weniger fleischigem Stengel. Der grüne Milchstern andererseits, der könnte es wirklich sein –! Danke!
(Wieso heißt der „Gärtnertod“?)
Ich schlage vor, das Fragezeichen im Kommentar von goldamsel in ein Ausrufungszeichen umzuwandeln.
(Schnell etwas Kommentardurcheinander beseitigt, tschuldigung.)
Jepp, jetzt glaube ich’s auch. Nachdem ich gesehen habe, wie viele Sorten Milchstern es gibt, habe ich nun keine Zweifel mehr.
Danke!
So genau wusste ich es selber nicht (kenne sie in meinem Gärtchen nur als Milchstern), aber Ornithogalum narbonense sieht recht ähnlich aus! Gärtnertod? Ich hoffe nicht!
Ich hatte das Gewächs noch nie gesehen; mir sah es am ehesten nach einer etwas geisterhaften Sorte Hyazinthe aus. Duftet aber gar nicht. Wurde sogar als Zierpflanze eingebürgert; erstaunlich.
http://naturschutz-und-denkmalpflege.projekte.tu-berlin.de/pages/pflegeziele/wiesen-rasen-saeume/zeiger-alter-gartenkultur.php
Auch ich halte das für einen Milchstern, allerdings in einer besonderen Form.
In meinem Garten wachsen nur die einfachen.
Diese haben nur eine sternartige Blüte am Stengel.
Ein feiner Fund von dir.
P.S.
…dann wäre es korrekt ein “ Nickender Milchstern „.
Das muß er sein! Und auf der verlinkten Seite habe ich auch noch das wunderbare Wort „Stinzenpflanze“ gelernt; das kannte ich nicht. Aber die entlaufenen Gartenblumen, die kenne ich. Danke!
Mich persönlich würde interessieren, ob du ihn tatsächlich in einem alten Park oder einer alten Friedhofsanlage gefunden hast.
Danke für deinen feinen Beitrag.
Das war am Ortsrand, mit einem wunderschönen Gemarkungsnamen, den ich leider wieder vergessen habe (so was wie In der Goldgrub); ich nehme stark an, daß da mal Gärten waren. Die Entwicklung ist oft: Nutzgärten am Ortsrand, verwildert seit Jahrzehnten (man findet dort ganz fabelhafte Walnußbäume), und irgendwann wird es Neubaugebiet.
Oft gehe ich die bereinigten Straßenrändern meiner Kleinstadt entlang.
Eine schier unglaubliche Anzahl überlebender Pflanzen wohnen da, die Vertreibung aus ihrem Garten Eden auf wundersame Dauer überlebend.
Immer eine Freude für mich.
Was für ein schöner, passender Name! Ich kannte diese Pflanze noch nicht, hier scheint sie nirgendwo zu wachsen. Trotzdem werde ich Obacht geben, manchmal sieht man ja nur was man kennt.
Die liebt es oberrheinisch-warm; der Niederrhein könnte ihr zu kalt sein.
Nun fehlt mir nur noch, wieso das zarte Pflänzchen „auch Vogelmilch, Stern von Bethlehem, Gärtnertod oder Gärtnerschreck genannt“ sein soll. Also, vor allem letzteres. Nach wucherndem Unkraut sah das eher nicht aus.
Irgendwo las ich gestern, daß der Milchstern so lange blühe, daß er damit dem auf stetigen Verkauf von blühenden Blumen spekulierenden Gärtner das Geschäft verdürbe. Damit hätte er aber eher den Namen „Garten Center Tod“ verdient, finde ich. Gute Gärtner arbeiten anders…
Oh, dann ist das mal ein hübscher Name. „Gärtnerschreck“ nennt man doch sonst eher so Mieren und Melden, was man halt nie wieder wegkriegt, wenn es sich mal angesiedelt hat.
Ich hätte einen Milchstern ausgraben sollen. Vielleicht überleben die sogar bei mir …!
Übrigens ein Beispiel für das Suchen mit Scheuklappen: Ich war von wörtlicher Gefahr für die Gärtner ausgegangen, hatte nach „Milchstern“ und „Gift“ gesucht und war nicht fündig geworden.