
Das Fieber steigt, Lesen hat keinen Zweck mehr. Die gedruckten Worte bekommen heiße Flügel, verhaken sich auf ungeheuerliche Weisen in den Hirnwindungen und benehmen sich dort nicht gut.
Schlafen ist das beste. Einfach nicht mehr zuhören, die Augen schließen. Wie spät ist es? Egal. Einmal werden wir noch wach, vielleicht zweimal, und dann ist die Welt wieder im Lot …
Zum Glück habe ich das hinter mir. Wenn ich das Bett hüten muß, ist jedenfalls immer sie dabei, die große weiße Arzberg-Tasse. Sie faßt einen knappen halben Liter Brombeerblättertee, und dank Deckel hält sie ihn von einer Wachphase bis zur nächsten warm.
Möge sie lange auf ihren nächsten Einsatz warten. Und gute Besserung allen, die sie gerade gebrauchen können.
Du bist ja eine Pötin!Aber ich empfehle in solchen Krankheitsfällen 1/2 Liter warmes Bier – hat schon den Ackergäulen meines Onkels geholfen, mir auch!
Bier? Warmes? Brrr. Umgehe ich genauso wie den berühmten Sud aus Zwiebel und Kandis.
… und ein rohes Ei in das warme Bier geschlagen. Hat unser Sportlehrer immer empfohlen. Ich habe genauso Brrr gemacht.
… und dann macht das Ei im Bier: Blubb!
Nein, das würde ich nicht mal dann trinken wollen, wenn ich’s könnte.
Wunderschön fiebriges Foto. Zur Gesundung ist ja schon Einiges gesagt. Meine Mutter käme gleich mit einem Zwiebelwickel daher. Gräuslig.