Du fehlst mir nun schon fast so lang, wie ich Dich kannte, und man sollte meinen, das sei genug, sich zu gewöhnen; die Zeit schreitet ja voran. Doch Jahr für Jahr stellen sich die Tage wieder hinten an mit ihren Namen und ihren Ziffern. Es gibt Daten in der Reihe, die schlimmer sind als andere.
Dieses eine Jahr voller erster Tage ohne Dich. Dein Geburtstag, und kein Anschluß unter Deiner Nummer; die Urlaubskarte, die ich Dir schickte und die wohl ein anderer fortgeworfen hat. Der Tag, an dem ich den Schlüssel zu Deiner Wohnung hätte zurückgeben müssen. Und wie ich älter wurde als Du.
Natürlich, das Leben schließt sich um die Leere. Aber sie bleibt mitten darin, und an solchen Tagen klingt es hohl.

LIebe Lakritze, uns gefällt, wie Du das (be)schreibst.
Und denken an Dich.
Danke. Und: danke.
Sehr berührend. Herzlichst, doreen
Danke — Schreiben ist immer gut.
Zu Tränen gerührt.
Ich habe im Moment viel Zeit zum Nachdenken, dieser zutiefst anrührende Text passt gut zu meinen eher trüben Gedanken.
Frau Eichhorn, meme, nicht betrüben lassen! Es gibt Tage für alles, was Leben ist; und so lange sich die Traurigkeit an ihre Zeiten hält, will ich nicht klagen …
Danke, Lakritze, für diesen berührenden traurigen Einblick. Das Bild passt gut zu diesem Gefühl.
Das geht tief unter die Haut!
Liebe Grüsse!
Danke, rotewelt und Vallartina. Ein bißchen wundert es mich jedes Mal, wie langlebig Verlust ist; aber dann ist dieses Gefühl ja auch das, was man behält.
sehr berührend und sehr wahr… Danke.
Und jedes Jahr anders erinnerst Du.