Wo der Weg durch den Park plötzlich kühler wird, der Schatten schlagartig an Tiefernst gewinnt, zeigt ein Blick in die Höhe die Kronen sommergrüner Kastanien. Jetzt, im Mai, recken sie Kandelaber von weißen Blüten, deren Honig weit weniger süß ist als ihr Duft.

Die Roßkastanie adelt ein Haus zum Anwesen, eine Straße zur Allee. Sie reicht nicht leicht die Blätterhände und schert sich wenig um das Volk da unten und um seine Autos, auf die sie herbstens Stachelbälle hageln läßt.
Noch sind sie herrlich und unversehrt, die Kastanien im Kurpark hier, doch vorsichtshalber und in jedem Fall wünsche ich der Miniermotte ihre ganz spezielle Pest an den Hals.
Die Motte hat auch den wunderschönen Baum in unserem kleinen Hof auf dem Gewissen – mitten in der Stadt. Ich freute mich immer, wenn ich in die Küche kam und aus dem Fenster sah. 🙁 🙁 🙁
Sie haben ihn umgebracht?? Ich las (zu meiner Beruhigung) überall, daß sich die Bäume wieder erholen …
Ja. Aber dennoch wimmelt es im Viertel noch von Kastanienbäumen. Vielleicht hat die blöde Motte inzwischen auch hier ihre Ernährung umgestellt?
Wichtig ist wohl, die Blätter im Herbst vollständig zu entfernen und am besten zu verbrennen…
In meiner Nähe hier in Freiburg befindet sich eine wunderschöne Kastanienallee, doch jedes Jahr rafft die Miniermotte das Laub vorzeitig hin, letzten Sommer warenn die Blätter schon im August braun und alles sah schrecklich spätherbstlich aus, richtig gespenstig. Die Viecher wird man wohl schwer los.
Es wundert mich immer wieder, in wie kurzer Zeit diese Blätter- und Blütenpracht explodiert.