T-Shirts, bedruckt

Kleider machen Leute – Beschwerdestelle.
 
Es ist nicht so dauerhaft wie tätowierter Text, doch auf T-Shirts tragen Leute ganz schönen Quatsch spazieren. Einerseits selbst ausgesuchten und formulierten Blöd-, Un- oder Hintersinn, aber eben auch das, was halt so draufstand auf den Hemdchen im Dreierpack. Da werden irgendwelche Golf-, Polo- und Segelclubzugehörigkeiten behauptet oder Wörter wie Sonnenschein, lieblich oder gute Zeiten randomisiert zu Mustern zusammengebraten – ist ja egal, liest sowieso keiner, und ist obendrein Englisch.
Stimmt nicht! Beispiel: Meine Mitschülerin hatte ein T-Shirt, auf dem stand What’s do? Chap! I saw a flying saucer! Sie saß damit ein paar Schulstunden lang in meinem Blickfeld, zu einer Zeit, da wir noch nicht einmal Englisch hatten. Und ich weiß das immer noch! Wieder Gedächtniskapazität für nichts und wieder nichts verbraten.
Ich frage mich, wozu ich, wozu die Menschheit in der Lage wäre, wenn man uns das Hirn nicht derart vollmüllte – wir werden es wohl nie erfahren. Liebe Kleiderdesigner, laßt das doch bitte einfach bleiben.