Nachdem ich bei Frau Liuea den Freitagstexter-Pokal eingesackt habe, für ein schattiges Tattoo, wähle ich für den dieswöchigen Freitagstexter das Gegenlicht und werfe folgendes Bild in die Runde:

Kommt und textet in Scharen! Wüste Geschichten, obskure Zitate, fromme Sprüche – alle sind willkommen; Ruhm und Ehre winken und ein schöner virtueller Pokal; und das Kleingedruckte: eine mögliche Konsequenz ist, den nächsten Freitagstexter ausrichten zu müssen.
Wie üblich: Regeln beim Herrn Wortmischer. Infos auf Twitter. Erstkommentare schalte ich frei, sowie ich sie finde. Am Dienstag wird in den mitternächtlichen Hut gegriffen und willkürlich, aber zielsicher die allerallerschönste Bildunterschrift herausgefischt.
(Das ist die volle Größe, das Bild stammt aus einer Zeit, als es im Internet noch eng und gemütlich war und alles etwas kleiner sein mußte. Tut mir leid.)
Tea, Thea?
Was für ein schönes Bild!
(Danke, dass du noch da bist. Ich las dich anderswo, konnte aber meinen mitfühlenden Kommentar irgendwie aus technischen Gründen nicht reinbekommen.)
Freitagstext folgt, vielleicht. Es braucht wieder mehr solche Dinge, die gut tun, die Kreativität füttern.
„Entschuldigen Sie, dass ich Sie jetzt so unvermittelt und ungestüm anspreche, aber es lässt mir keine Ruhe: Waren Sie neulich auch schon mal da?“
„Hach, das ist… also…
Ich habe mir das schon letzte Woche gedacht. Aber wissen Sie, als ältere Dame einen Herren im besten Alter einfach so von der Seite… Hihihi, dann habe ich mich also nicht getäuscht. Das freut mich.“
„Freitags ist es hier am schönsten, finde ich. Gleich am Morgen. Der Gärtner macht nämlich Donnerstags am Abend seine Runde, dann ist der Rasen noch ein bisschen grüner.“
„Oh, sie haben einen Blick fürs Detail, das merke ich schon. Das sieht man auch an Ihrem Stock, elegant.“
„Mahagoni. Den hatte mein Großvater schon, sowas würde man heute ja verbieten! Ein Familienerbstück sozusagen. Meine kleinen Fingerchen haben ihm diesen Gehstock immer wieder nachgetragen, wenn er ihn vergessen hatte. Er hat ihn ja gar nicht gebraucht. Und wissen Sie was? Ich hab ihn auch nur aus Tradition bei mir. So hab ich meinen geliebten Opa immer an der Hand. Fast schon kindisch, auf meine alten Tage. Bin ja schon selbst 3-facher Großvater.“
„Familie ist was schönes. Wenn man eine hat.“
„…“
„…“
„Sagen Sie nicht…“
„Der Lauf der Zeit…“
„Hmmm. Finden Sie nicht auch, dass es an der Zeit wäre, für einen guten Tee?“
Bist du nicht Paul, der im Kindergarten immer an meinen Zöpfen zog?
Geh‘n wir zu dir oder zu mir?