Ich erkenne ihn sofort, den Namen Deiner Krankheit, jeder Buchstabe bis zum letzten stimmt, in dem Artikel über ein ganz neues Medikament: drei unvertraute Buchstaben, Strich, drei Ziffern. Ganz neue Wahrscheinlichkeiten, und nicht einmal die Haare hättest Du verloren.
Das erste, was mir einfällt, ist Deine Telefonnummer, und ich wußte nicht, daß ich die noch weiß.
Was mir zuerst einfiel, mag ich nicht schreiben. Der Konjunktiv ist auch ein Weg, mit dem Schmerz umzugehen. Bin sehr angefasst.
Danke. Der ist ein bleibender Gast, der Schmerz; aber an den meisten Tagen des Jahres benimmt er sich gut.
Meisterhaft. Eine ganze Tragödie in ein paar Sätzen. Das Kopfkino rattert und bastelt sich ein happy end.
Ach, dieser unbezähmbare Optimismus. Ja. Abfinden will der sich nie; das hat auch sein Gutes.
Was für ein Text! Er bring mich zum Innehalten, ich muss nachdenken.
Das Medikament wird diesem einen Menschen wohl nicht mehr helfen. Vielen anderen schon. Das Schicksal hat gesprochen.
Es tut mir Leid.
Danke! Man ist sofort geneigt, irgendwas von Gerechtigkeit zu denken; aber die gibt es nicht. Ja, anderen soll geholfen werden. Das hoffe ich sehr.
Wusch – und du nimmst einen mit. In diese Unausweichlichkeit, Endlichkeit und zeitlose Liebe.
Ach, danke.
Gerne.
So wenige Sätze, so viel gesagt.
Und irgendwie wir’s nie weniger; das erstaunt mich jedes Mal.
Gnadenlos gut ausgedrückt!
Man wird hilflos bleiben, zumindest in diesem Fall. Traurig.
Erstaunlich, daß einen so eine Meldung dann immer noch so mitnimmt. Nach Jah-ren. Aber das sind die Andenken, die Mitnehmsel durch die Zeit.
Bitter für die, für die es zu spät kommt. Warum erst jetzt!?
Ein Segen für die, die ab jetzt nicht einmal die Haare verlieren müssen. Ein Lächeln unter Tränen.
Großartig geschrieben, Hut ab!
Danke!