Kleider machen Leute – Endspurt! Mit Y!
Einmal mußte ich in die Sportabteilung. Ich brauchte eine bequeme Hose, vulgo Turnhose. Sie sollte keine Bündchen unten haben (wie die gefürchtete Schoggingbuxe) und keinen Steg, sie sollte möglichst plastikfrei, dazu ohne Glitzer, Aufdruck und Stickerei sein, am liebsten einfarbig, bequem in allen Lagen, gut sitzend ohne Gebembels vorm Schritt, keine verwickelten Verschlüsse, lang genug, daß sie die Knöchel auch ohne Socken wärme, problemlos waschbar; gutes Aussehen wäre selbstredend kein Hindernis. Ich war fest überzeugt, daß ich nichts bekommen würde, als ich der Verkäuferin erklärte, was ich wollte.
Die strahlte mich an: Da hab ich genau das Richtige für Sie. Nehmen Sie doch einfach eine von unseren Yogahosen!
Und, was soll ich sagen, sie hatte recht.
Auf Dein Y war ich gespannt, jetzt grinse ich, weil es so naheliegend erscheint.
Du liebes bisschen! Da zermartert man sich das Hirn auf der Suche nach ypsilontischer Bekleidung, und dann kommen ganz frech diese Yogahosen daher. Himmel nochmal.
(Dabei ist das noch nichtmal fernab vom Schuss. Der transsylikonvalleyge Gogol bietet nach 0,44 Sekunden Suchzeit nach „Yogahose“ satte 247.000 Treffer. Mannomannomann!)
Was kommt bei Y? Aber ja, logisch!
Klasse das.
Wäre ich nicht in der Sportabteilung gewesen anno dunnemals, ich wäre auch nicht drauf gekommen.
Genauso, wie du sie da beschreibst, sehen auch meine liebsten Turn-, Couch-, Gemütlichhosen aus. Und die meine ist auch eine Yogahose. 🙂
Im Übrigen habe ich dein Kleideralphabet voller Begeisterung gelesen. Ich bin hin und weg ob deines Ideenreichtums, der zauberhaften Anekdoten aus deinem Leben und der modischen Betrachtungen. Chapeau!
Danke, liebe Schattentänzerin. Das Kompliment reiche ich gleich an den Herrn Wortmischer und die anderen Teilnehmer weiter! Ich fand die Beschäftigung mit Kleidung äußerst inspirierend — erstaunlich, wie viele prägende Erinnerungen direkt damit zu tun haben.