Abends im Taxi über Land: Während Dein Vater sich vorn mit dem Fahrer unterhält, sitze ich auf der Rückbank, zur Mitte geneigt, daß ich im Scheinwerferlicht die Landstraße sehen kann. Ort nach Ort bleibt zurück mit vertrauten Namen und voller schlafender Geschichten, und da fehlst Du mir auf einmal wie schon lang nicht mehr. Der Schmerz sitzt immer noch an der bekannten Stelle.
Neues Land, neue Welten – nichts war Dir weit genug; fort wolltest Du. Dabei gefiel es Dir hier; die Hügel, die jetzt im Dunkel liegen, die sanfte Kargheit unter dem hohen Himmel, die weißgesäumten Wege früh im Jahr, das alles rührte Dich. Insofern war es wohl richtig, daß Du am Ende wiederkamst.
Nur die Geranien haben Dir nie gestanden; dieses Klein-Klein aus geharkten Wegen und poliertem Stein. Gras müßte es sein, wogendes Gras auf einem Hügel unterm freien Himmel. Das wäre nicht zu eng für Dich.
Mehrmals gelesen, sehr langsam und kostend.
Oh. Das freut mich.
heute scheint der tag der ‚du fehlst mir wie schon lange nicht‘.
du hast dem fühlen die worte gegeben. danke dir sehr! grad heute …
Danke. Eigentlich ist es gut so. Ohne diese Tage wären die Menschen überhaupt erst ganz verschwunden.
das nicht, nein. sie sind immer da. jeden tag in mindestens 4 gedanken. aber an manchen tagen ist das vermissen so groß. immer noch.
Danke dir.
SOIFZ.
Ist ein Netz, oder? Überall finden sich Erinnerungen, und jede/r hat eigene. Übereinander, miteinander verknüpft.
Obwohl oder gerade weil es so gut geschrieben ist, macht es mich traurig. Der eigene Schmerz an der bekannten Stelle wird wach und bleibt für eine Weile.
Ach, die Risiken und die Nebenwirkungen … Ich wünsche Dir, daß auch der Trost kommt, wie bekannt.
Ja, es gibt auch den Trost. Das Leben bietet beides.
berührend! Sehr berührend!
Herzlichst, Marlis