Berlin. Und der Himmel weint

Ich bin ja nicht aus Zucker, aber das: ausuferndes Tief über Berlin; Regenwahrscheinlichkeit: p=1. Nicht irgendein dahergelaufender Landregen, sondern ein urban-verdichteter, ein Regen aus einem Guß. Asphalt als Seegrund. Da gab es keine richtige Kleidung, nur mehr nasse. Das Wasser zog die Hosenbeine hoch, Schirme wurden unterspült, nach einer halben Stunde unterm grauen Himmel stand es in den Regenmanteltaschen knöcheltief. Und wenn das Wetter vor der Tür geblieben wäre — aber: zum Durchqueren des Hausflurs brauchte man Gummistiefel, später dann Gummiboote; durch ein gekipptes Fenster versumpfte das Sofa.

Lichthofaufblick
Zeigte sich spärlich: blauer Himmel

Die wenigen trockenen Stunden verflogen mit größtem Vergnügen und in allerliebster Gesellschaft. In den Regenpausen habe ich dann die Einspurigkeit der Zeit verwünscht und mir vorgenommen, nächstes Mal a) mehr Tage und b) wirklich ausreichend gutes Wetter einzupacken.

0 thoughts on “Berlin. Und der Himmel weint

  1. Herzerfrischend, Deine Klage. Ich hoffe, Du hattest auch im Regen allerliebste Gesellschaft.

    Pack das nächste Mal sicherheitshalber gleich das Gummiboot ein. Bei Sonne kannst Du es auf dem Wannsee einsetzen, bei Regen in den Fluren oder diversen aushäusigen Fluten.

  2. Hoffentlich hast du wieder trockenen Grund unter den Füßen, wir hier werden uns demnächst hier nicht mehr mit einem “Tschüssi” verabschieden, sondern mit “immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel…”

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