#Ein-Buchstabe-daneben-Tiere (anno 2003). Kurze Erläuterung für Nicht-Twitterer: Twitter ist ein Textdienst, in dem es vor allem darum geht, anderen seine Nachrichten, Erkenntnisse, Befindlichkeiten in höchstens 140 Zeichen begreiflich zu machen. Als Twitter-Nutzer abonniert man einen, dreißig, zweitausendvier andere und kann in Echtzeit mitlesen, was diesen aktuell zustößt — das nennt sich Timeline. Und da nur Nachrichten und Katzenbilder irgendwann langweilig werden, sind interaktive Spiele entstanden: ein beliebiger Twitterer (naja, so ganz beliebig vielleicht nicht) versieht eine Idee mit einem #, wirft sie in die Runde, und seine Abonnenten machen sich darüber her.
Ist die Idee gut, spielt bald ganz Twitter mit; das nennt man dann Mem. Richtig gut war im letzten Jahr #einBuchstabedanebenTiere — binnen kürzester Zeit wimmelte es in den Timelines vor Jammerhaien, Raubfröschen und Spottwalen.
So was haben wir natürlich auch vor Twitter schon gemacht. Allerdings haben wir den ganzen Unsinn mehr so in den eigenen Bart gemurmelt, statt ihn quer durchs Netz zu johlen, mit großem Hallo weiterzuerzählen und ein vielfältiges Echo hervorzubringen.