Sie ist wieder da!

Ich war per Telefon dabei, als der Herr vom Fundbüro durch endlose Gänge schnaufte, ein Radio am Gürtel; wie er Schubladen öffnete, in schlechtem Licht (zuckende Neonröhre, stelle ich mir vor) Schildchen entzifferte und sie schließlich aus einem Fach zog: Kamera. Weißer Knopf am Band. Liegt aber schon lange hier … schicken wir zu. – Über die lange Geschichte bis dahin konnte er mir nichts sagen.

Nun habe ich sie von der Post geholt; einen halben Tag lang trank sie Strom. In der Hülle lagen mein Zettel („Diese Kamera gehört …“) und eine Visitenkarte meiner Freundin, auf die ich etwas notiert hatte. Warum sie angerufen wurde und nicht ich, wissen die Götter.

Dies ist das letzte Bild auf der Speicherkarte:

Hach.

Anders als beim letzten Mal hat mir das Fundbüro kein Foto hinterlassen. Aber mein Loblied gilt unvermindert: sind ihre Wege bisweilen auch verschlungen – wie gut, daß es Fundbüros gibt!