10 thoughts on “Was aus der Lieblingstasse wurde:

  1. Aber die Scherben wenigstens hebst Du doch auf, oder? Immerhin bezeugen sie – neben ihrem Erinnerungswert – anschaulich den Weg alles Irdischen / Irdenen.
    Gruß, Uwe

    PS Wie kam der Schornsteinfeger an Deine Tasse? Oder ist das eine Redensart wie „Der Gärtner war‘s“?

  2. Wäre es eine Nicht-Lieblingstasse, hättest du ihr keine Träne nachgeweint und den Vorfall schnell vergessen, vermute ich, denn es ist immer die Beziehung, die wir zu etwas haben, die über deren Wert entscheidet.

    Und wenn es Dinge des täglichen Lebens sind, die wir regelmäßig benutzen, wächst der Wert mit jedem Gebrauch, im gleichen Maß womöglich, wie der Gegenstand sich abnutzt …

    Hier, bei mir stehen ein paar angezählte, nicht mehr zum Trinken benutzbare LIeblingstassen herum – als Stiftebehältnisse etc. – und sie erinnern mich, wie Uwe es schrieb, an die Vergänglichkeit aller Dinge.

  3. Meine Schwiegermutter war eine leidenschaftliche Kleberin aller zerbrochenen Dinge. Leider benutzte sie dazu meist Pattex, das häßliche braune Spuren macht. In ihrem Nachlass fand ich noch eine ganze Kiste mit zerbrochenen Kandidaten für künftige Klebungen vor, die ich mit diabolischem Schwung in die Mülltonne beförderte.

    Bei einer meergrünen Schale mit Jugendstil-Seerosen machte ich mir allerdings die Mühe, alles Pattex abzukratzen und die Scherben mit unsichtbar auftrocknendem Kleber zu kitten; gottlob fehlte kein Teil…

    1. Ha! Ich höre es klirren ..
      Ich habe gehadert: ein Teil der Tasse (Steingut, sehr unregelmäßig in der Konsistenz) war pulverisiert, sonst hätte ich mir so was vorstellen können. (Epoxy-Kleber erschien mir da würdelos.)

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